Die Lindt & Sprüngli Gruppe hat bei ihrer Kakaobeschaffung einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit vollzogen. Das Unternehmen bezieht nach eigenen Angaben ab diesem Jahr 100 Prozent seines Kakaos aus Rainforest-Alliance-zertifiziertem Anbau im Rahmen des unternehmenseigenen Landwirtschaftsprogramms. Das Rainforest-Alliance-Siegel soll schrittweise auf den Verpackungen der Produkte eingeführt werden. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, auch über die Zertifizierung hinaus weiter in zusätzliche Maßnahmen seines Landwirtschaftsprogramms zu investieren.
Die Rainforest Alliance gilt als eine weltweit führende gemeinnützige Organisation für nachhaltige Landwirtschaft. Sie entwickelt Standards für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte und betreibt ein globales Zertifizierungssystem. Betriebe mit einem Rainforest-Alliance-Zertifikat müssen die Vorgaben des Standards erfüllen und erhalten Schulungen sowie technische Unterstützung. Dabei werden Anbaumethoden regelmäßig unter sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten überprüft. Dazu gehören unter anderem Arbeitsbedingungen, der Umgang mit Schädlingsbekämpfung sowie der Schutz von Ökosystemen.
Nach Angaben von Lindt & Sprüngli bildet die Rainforest-Alliance-Zertifizierung die Grundlage der Kakaobeschaffung. Ergänzend investiert das Unternehmen im Rahmen seines Landwirtschaftsprogramms in weitere Projekte, die zentrale Herausforderungen im Kakaosektor adressieren sollen. Dazu zählen die Förderung der Agroforstwirtschaft, Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Wäldern sowie Investitionen in die Entwicklung der Gemeinden in den Anbauregionen. Darüber hinaus wurde ein Pilotprogramm für ein existenzsicherndes Einkommen gestartet, das dazu beitragen soll, die Einkommenslücke der teilnehmenden Kakaobauern zu schließen.
Das Rainforest-Alliance-Siegel wird nach und nach auf den dauerhaft im Sortiment enthaltenen Produkten eingeführt, sofern dies möglich ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei Saisonartikeln und einzeln verpackten Produkten kann das Siegel aus Platzgründen auf der Verpackung fehlen. +++ red.













