Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt der Bundesregierung kommt an den deutschen Zapfsäulen in den letzten sieben Tagen bei Benzin nahezu vollständig an, bei Diesel hingegen nur zum Teil. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Daten des Tankrabatt-Trackers des ifo Instituts. Während die Entlastung durch die Steuersenkung von 17 Cent je Liter bei Superbenzin fast lückenlos weitergegeben wurde – bei Super E5 um die vollen 17 Cent und bei Super E10 um 16 Cent –, bleibt der Effekt bei Diesel spürbar zurück. Autofahrerinnen und Autofahrer erhalten hier von den 17 Cent lediglich rund 14 Cent Nachlass, wie Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft, erklärt.
Damit wiederholt sich nach Einschätzung Neumeiers das Bild des vorherigen Tankrabatts: Bereits im Mai und Juni war die Preisweitergabe bei Diesel hinter den von der Politik versprochenen 17 Cent zurückgeblieben. Der ifo-Experte hebt zudem hervor, dass es seit Beginn des aktuellen Rabatts am 1. Oktober durchgehend deutliche Lücken gegeben hat. Betrachtet man den gesamten Zeitraum kumuliert, liegt die Entlastung bei Super E5 bei rund 16 Cent, während sie bei Diesel sowie Super E10 jeweils nur bei 14 Cent liegt.
Die Berechnungen des ifo Instituts basieren auf einem eigens entwickelten Tankrabatt-Tracker, der erstmals im Jahr 2022 zum Einsatz kam und für die Auswertungen der Monate Mai und Juni sowie ab Oktober wissenschaftlich überprüft wurde. Zur Messung der tatsächlichen Wirkung vergleichen die Wirtschaftsforscher die Kraftstoffpreise in Deutschland mit denen im Nachbarland Frankreich, wo kein Tankrabatt eingeführt worden ist. Als Datengrundlage dienen die Meldungen der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts sowie Angaben des französischen Wirtschaftsministeriums. Als maßgebliche Referenzperiode für die vergleichende Analyse zieht das Institut den dreiwöchigen Zeitraum unmittelbar vor Inkrafttreten der Steuersenkung heran. +++














