Ein umgekippter Gülletransporter hat am Dienstagnachmittag einen Feuerwehreinsatz auf der K110 ausgelöst. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Kreisstraße musste während der Bergungs- und Reinigungsarbeiten vollständig gesperrt werden.
Gegen 15.35 Uhr alarmierte die Leitstelle des Landkreises Fulda die Feuerwehr Bimbach unter dem Stichwort „H1 mit Gefahrgut“. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein ungewöhnliches Bild: Ein Gülletransporter lag quer über der Fahrbahn und blockierte die Kreisstraße vollständig. Die transportierte Gülle drohte in den angrenzenden Straßengraben zu laufen.
„Zeitgleich mit uns sind die örtlichen Landwirte eingetroffen, die uns bei der Bergung stark unterstützt haben“, berichtete Timo Frohnapfel, Gruppen- und Zugführer der Feuerwehr Bimbach.
Die Feuerwehr leitete umgehend Sicherungsmaßnahmen ein, um zu verhindern, dass weitere Gülle austritt und in den Graben gelangt. Anschließend wurde die Ladung in ein separates Güllefass umgepumpt. Erst nachdem die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren, reinigten die Einsatzkräfte die Fahrbahn von den Spuren des Unfalls.
Während das Güllefass auf der Straße lag, stand der Traktor neben dem umgestürzten Anhänger. Der Fahrer blieb unverletzt – und wurde selbst Teil der Aufräumarbeiten. „Der Fahrer konnte uns bei der Bergung unterstützen“, sagte Frohnapfel.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.
Ein vor Ort anwesender Landwirt erklärte zudem, weshalb die Zugmaschine trotz des umgestürzten Anhängers nicht ebenfalls auf die Seite geraten war. Moderne Gülletransporter seien häufig mit einer Kugelkopfanhängung ausgestattet. Im Falle eines solchen Unfalls könne sich diese aus der Kugel herausdrehen. Der Anhänger trenne sich dadurch von der Zugmaschine, die stehen bleibe.
„Das ist ein riesen Vorteil dabei“, sagte der Landwirt.
Bei einer herkömmlichen Anhängung mit Bolzen könne sich die Verbindung zwar ebenfalls drehen, sie löse sich jedoch nicht von der Zugmaschine. Dabei handele es sich nicht um eine besondere Zusatzausstattung, sondern um den heutigen Stand der Technik. Ab einem bestimmten Gewicht würden Anhänger in der Regel auf diese Weise an die Zugmaschine gekoppelt.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Bimbach mit rund 20 Einsatzkräften sowie die Feuerwehr Großenlüder-Mitte mit etwa 15 Kräften. Zudem war eine Streife der Polizei Fulda vor Ort. +++













