Gleich mehrere Gewaltvorfälle haben in den vergangenen Tagen Polizei und Rettungskräfte in Frankfurt sowie im Rheingau-Taunus-Kreis beschäftigt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, ein Tatverdächtiger festgenommen und in einem weiteren Fall wird nach Zeugen gesucht.
Die Polizei Frankfurt fahndet nach fünf unbekannten Männern, die am Dienstagabend einen Uber-Fahrer an einer Tankstelle in der Straße Unterschweinstiege attackiert haben sollen. Nach Angaben der Ermittler wollte der 33-Jährige gegen 21.50 Uhr auf dem Gelände parken. Ein quer abgestellter Mercedes Vito soll dabei drei Parkplätze blockiert haben. Als der Uber-Fahrer den Fahrer des Fahrzeugs darauf ansprach, eskalierte die Situation.
Der Fahrer soll dem 33-Jährigen mehrfach durch das geöffnete Autofenster ins Gesicht geschlagen haben. Nachdem der Mann ausgestiegen war, kamen vier weitere Personen aus umliegenden Fahrzeugen hinzu und schlugen und traten gemeinsam auf ihn ein. Als der Geschädigte Fotos der Angreifer machen wollte, sollen diese ihn dazu gedrängt haben, dies zu unterlassen und die Polizei nicht zu verständigen. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen. Der verängstigte Mann informierte die Polizei erst später. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Der 33-Jährige wurde mit mehreren Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Bereits am Dienstagabend kam es im Bereich der S-Bahn-Station Rödelheim zu einer weiteren Gewalttat. Wie die Polizei mitteilte, gerieten gegen 18 Uhr eine 28-jährige Frau, ein bislang unbekannter Mann und ein 39-Jähriger am Rödelheimer Bahnweg zunächst in einen verbalen Streit. Dieser entwickelte sich zu einer körperlichen Auseinandersetzung.
Die 28-Jährige soll den stark alkoholisierten Mann zu Boden gestoßen und anschließend mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Danach soll auch ihr bislang unbekannter Begleiter dem Opfer gegen das Gesicht getreten haben. Zeugen griffen ein und trennten die Beteiligten. Mitarbeiter der DB-Bahnsicherheit hielten die Frau bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten nahmen die 28-Jährige vorläufig fest. Das Opfer sowie der mutmaßliche Mittäter hatten sich zunächst vom Tatort entfernt. Der 39-Jährige konnte später aufgefunden und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dem flüchtigen Mann wird weiterhin gesucht.
In einer Wohneinrichtung im Frankfurter Stadtteil Höchst kam es zudem zu einem schweren Messerangriff. Nach Angaben der Polizei klopfte ein 35-jähriger ehemaliger Bewohner der Einrichtung am Montagabend gegen 18 Uhr an mehrere Zimmertüren in der Karl-Blum-Allee. Als er auch an die Tür eines 57-jährigen Bewohners klopfte, soll dieser ihn zunächst bedroht und anschließend mit einem Messer sowie durch stumpfe Gewalteinwirkung angegriffen haben.
Der 35-Jährige erlitt dabei mehrere Schnittverletzungen im Gesicht, am Hals und an einer Hand und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Zwei weitere Bewohner im Alter von 47 und 54 Jahren wurden auf den Vorfall aufmerksam und eilten dem Mann zu Hilfe. Dabei wurde der 47-Jährige an der Hand verletzt. Die Helfer konnten sich in ein Apartment retten, während der Tatverdächtige zunächst zu Fuß flüchtete. Kurz darauf stellte sich der 57-Jährige selbst der Polizei. Er wurde festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Dabei wird auch geprüft, ob es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt handelt.
Auch im Rheingau-Taunus-Kreis ermittelt die Polizei nach einer mutmaßlichen Körperverletzung. In Taunusstein-Wehen soll ein bislang unbekannter Radfahrer am Dienstagvormittag gegen 9.35 Uhr auf einem Feldweg am Aarmühlweg nahe eines Reiterhofs eine Autofahrerin angegriffen haben. Nach Angaben der Frau war es zunächst zu einem Streit gekommen. Der Mann habe sie anschließend geschubst und mit seinem Fahrrad nach ihr geschlagen, bevor er davonfuhr.
Der Gesuchte wird als etwa 70 Jahre alt und groß beschrieben. Er trug einen weißen Fahrradhelm mit grauen Elementen, eine kurze Hose sowie ein T-Shirt mit drei grauen Streifen. Besonders auffällig sollen seine unterschiedlich farbigen Socken in Lila und Grün gewesen sein. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Vorfall oder zur Identität des Radfahrers geben können, sich bei den Ermittlern zu melden. +++ red.












