Als am Freitagnachmittag gegen 16.50 Uhr der Notruf bei der Rettungsleitstelle des Schwalm-Eder-Kreises einging, war in Fritzlar bereits dichter Rauch über einem Mehrfamilienhaus zu sehen. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen brennenden Dachstuhl vor. Das Feuer griff zwar nicht auf weitere Gebäude über, dennoch mussten die Bewohner des betroffenen Hauses und eines benachbarten Gebäudes ihre Wohnungen verlassen.
Mit der Ausbreitung des Rauchs wurde die Lage zunehmend unübersichtlich. Sechs Menschen erlitten leichte Verletzungen durch Rauchgas und wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Während Feuerwehr und Rettungskräfte das Gebäude sicherten und die Löscharbeiten fortsetzten, organisierte die Stadt Fritzlar Unterkünfte für jene Bewohner, die nicht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Das betroffene Haus gilt nach dem Brand vorerst als unbewohnbar.
Wie hoch der Schaden tatsächlich ausfällt, dürfte sich erst in den kommenden Tagen genauer beziffern lassen. Erste Schätzungen gehen von rund 300.000 Euro aus. Neben dem Feuer selbst hinterließen auch die umfangreichen Löscharbeiten deutliche Schäden am Gebäude.
Wodurch der Brand ausgelöst wurde, ist bislang unklar. Die Ermittlungen zur Ursache hat die zuständige Kriminalpolizei übernommen. +++ red.













