Im Jahr 2024 hat ein Professor an einer deutschen Universität durchschnittlich 325.400 Euro Drittmittel eingeworben. Damit lagen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen je Professur um 2,1 Prozent beziehungsweise 6.800 Euro unter dem Wert des Vorjahres. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.
Bei den Drittmitteleinnahmen je Professur lag die Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) mit 1.160.400 Euro wie bereits in den Vorjahren auf dem ersten Platz. Dahinter folgten die Technische Universität München mit 891.100 Euro und die Universität Stuttgart mit 860.500 Euro.
Um einen Vergleich zwischen Universitäten mit und ohne medizinische Einrichtungen zu ermöglichen, wurden die medizinischen Einrichtungen beziehungsweise Gesundheitswissenschaften der Universitäten bei diesen Angaben nicht berücksichtigt. Hintergrund sind die dort sehr hohen Drittmitteleinnahmen.
Betrachtet man dagegen die Gesamtsumme der eingeworbenen Drittmittel, belegte 2024 erneut die Technische Universität München den ersten Platz. Sie kam auf insgesamt 436 Millionen Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgten wie in den Jahren zuvor die RWTH Aachen mit 403 Millionen Euro und die Technische Universität Dresden mit 296 Millionen Euro. Drittmittel werden hauptsächlich für einzelne Forschungsprojekte oder Forschungsbereiche eingeworben.
Beim Vergleich der Drittmitteleinnahmen nach Fächergruppen werden die medizinischen Einrichtungen beziehungsweise Gesundheitswissenschaften der Universitäten einbezogen. Die höchsten Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessor wurden 2024 in den Ingenieurwissenschaften erzielt. Dort waren es durchschnittlich 715.600 Euro je Professor. Gegenüber 2023 entsprach dies einem Rückgang um 0,3 Prozent.
Auf dem zweiten Platz lag die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit durchschnittlich 707.400 Euro je Professor. Damit stiegen die Drittmitteleinnahmen in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent. Es folgte die Fächergruppe Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften sowie Veterinärmedizin mit 391.500 Euro je Professor. Hier gingen die Drittmitteleinnahmen gegenüber 2023 um 7 Prozent zurück.
Deutlich niedriger lagen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Dort wurden je Professor 164.400 Euro eingeworben, 3 Prozent weniger als im Vorjahr. In den Geisteswissenschaften waren es 147.800 Euro je Professor, was einem Rückgang von 1,4 Prozent entspricht. Am niedrigsten waren die Drittmitteleinnahmen in der Fächergruppe Kunst/Kunstwissenschaft mit durchschnittlich 94.800 Euro je Professor. Gegenüber 2023 bedeutete dies einen Rückgang um 6 Prozent.
Auch bei anderen Hochschularten lagen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen je Professor im Jahr 2024 deutlich unter dem Niveau der Universitäten. An den Fachhochschulen ohne Verwaltungsfachhochschulen wurden durchschnittlich 53.300 Euro je Professor eingeworben. Das waren 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. An den Kunsthochschulen beliefen sich die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen auf 23.800 Euro je Professor und stiegen damit um 19 Prozent.
Über alle Hochschulen hinweg, ohne Verwaltungsfachhochschulen, warb ein Professor im Jahr 2024 durchschnittlich 225.700 Euro Drittmittel ein. Nach Angaben der Statistiker entsprach dies einem Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2023. +++













