Die CDU verliert in Hessen spürbar an Rückhalt in der Bevölkerung. Wäre bereits zum jetzigen Zeitpunkt Landtagswahl, müsste sich die Partei von Ministerpräsident Boris Rhein auf ein schwieriges Wahlergebnis einstellen. Auch die schwarz-rote Landesregierung gerät zunehmend unter Druck. Das geht aus den vorliegenden Zahlen des aktuellen Hessentrends hervor. Die Christdemokraten kommen demnach nur noch auf 25 Prozent und verzeichnen damit ihren bislang schlechtesten Wert in der gesamten Umfragereihe. Die Union behauptet zwar weiterhin den Status als stärkste Kraft im Land, ihr Vorsprung schrumpft jedoch deutlich: Die AfD legt um drei Prozentpunkte zu, erreicht 23 Prozent und rückt damit dicht an die CDU heran. Die Grünen können im Vergleich zur vorherigen Erhebung dagegen zulegen. Die nächste reguläre Landtagswahl steht in Hessen erst im Jahr 2028 an.
Parallel zu den Wahlabsichten verzeichnet die schwarz-rote Landesregierung einen deutlichen Einbruch bei den Zufriedenheitswerten. Eine Mehrheit von 54 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger bewertet die gemeinsame Arbeit der Koalition aus CDU und SPD negativ. Lediglich 38 Prozent äußern sich zufrieden mit der bisherigen Regierungsleistung in Wiesbaden. Das entspricht einem Rückgang um neun Prozentpunkte im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung. Noch im Februar hatten sich Zustimmung und Ablehnung weitgehend die Waage gehalten.
Seit mehr als 27 Jahren stellt die Union ununterbrochen den hessischen Ministerpräsidenten. Die aktuellen Umfragewerte verdeutlichen jedoch eine wachsende Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit und den immer enger werdenden Abstand zur zweitplatzierten AfD. Sollte sich dieser politische Trend bis zur nächsten Landtagswahl fortsetzen, dürfte sich eine künftige Regierungsbildung für CDU und SPD erheblich schwieriger gestalten als bisher. +++












