Die Elektromobilität gewinnt auch im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Schnellladesäule an der Weiheranlage in der Obersten Straße hat Burghaun nun einen weiteren Schritt in Richtung moderner Ladeinfrastruktur vollzogen. Gemeinsam mit der RhönEnergie nahm Bürgermeister Dieter Hornung den neuen Standort offiziell in Betrieb.
Die neue Anlage verfügt über eine Ladeleistung von 150 Kilowatt und gehört damit zu den leistungsstärkeren Ladepunkten in der Region. Zur offiziellen Einweihung kamen neben Bürgermeister Hornung auch Florian Michaelis, Leiter des Bereichs Elektromobilität bei der RhönEnergie, sowie Projektleiter Danièl Müller zusammen.
Dass die Schnellladesäule nun in Burghaun steht, geht maßgeblich auf eine Initiative des Bürgermeisters zurück. Hornung, der selbst ein vollelektrisches Fahrzeug fährt, hatte frühzeitig die Idee verfolgt, die Ladeinfrastruktur in der Gemeinde auszubauen. Dabei setzte er bewusst auf einen regionalen Partner. Mit der RhönEnergie fand sich nach seinen Worten schnell ein Unternehmen, das das Vorhaben pragmatisch und zielgerichtet unterstützte. Die Zusammenarbeit sei unkompliziert verlaufen und habe gezeigt, wie kommunale und regionale Akteure gemeinsam Projekte umsetzen können.
Auch die Wahl des Standorts erfolgte mit Bedacht. Die Schnellladesäule befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Weiheranlage, zum Sportplatz sowie zu einem Netto-Markt. Damit verbindet der Standort praktische Alltagswege mit Freizeitangeboten. Während das Fahrzeug lädt, können Nutzer Einkäufe erledigen oder die Umgebung nutzen, ohne zusätzliche Wege zurücklegen zu müssen.
Für Bürgermeister Hornung ist die neue Ladeeinrichtung mehr als ein technisches Infrastrukturprojekt. Sie sei ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung klimafreundlicher Mobilität in der Gemeinde und zugleich ein Signal, dass auch ländliche Regionen aktiv an der Verkehrswende mitwirken können. Der Ausbau moderner Ladeangebote werde zunehmend zu einem Standortfaktor für Kommunen, die auf nachhaltige Mobilitätsformen setzen.
Auch bei der RhönEnergie wird die Inbetriebnahme als wichtiger Schritt bewertet. Florian Michaelis verwies darauf, dass das Unternehmen sein Netz an Schnellladestandorten in Osthessen kontinuierlich erweitere. Burghaun sei dabei ein Beispiel dafür, wie durch die Zusammenarbeit von Kommunen und regionalen Energieversorgern eine leistungsfähige Infrastruktur entstehen könne.
Mit der neuen Schnellladesäule soll die Entwicklung jedoch nicht abgeschlossen sein. Gemeinde und RhönEnergie prüfen bereits weitere mögliche Standorte im Gemeindegebiet. Ziel ist es, das Angebot für Fahrer von Elektrofahrzeugen schrittweise auszubauen und Burghaun langfristig als e-mobile Kommune weiterzuentwickeln.
Die neue Anlage an der Weiheranlage markiert damit nicht nur den ersten Schnelllader der RhönEnergie in Burghaun, sondern steht zugleich für einen Wandel, der zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume sichtbar wird: Elektromobilität wird dort alltagstauglich, wo Laden selbstverständlich wird. +++ red.













