Die Zeit des Leidens ist vorbei für die Fußballer des Hünfelder SV. Am 19. September gewannen sie zuletzt (2:0 gegen Hadamar), in den letzten drei Spielen gelang ihnen kein Tor – und jetzt ließen sie die Explosion folgen. Mit 2:1 (1:0) setzten sie sich bei Turabdin-Babylon Pohlheim durch – jenem Ort, an dem sie vor Wochen auch ihr Hessenpokal-Spiel nach Elfmeterschießen gewannen. Der dreifache Punktgewinn brachte zwar keine Verbesserung in der Tabelle – aber das zählt nicht. Die Freude über den Sieg ist erstrangig, stärkt Moral, Selbstwert und Selbstvertrauen.
Natürlich freute sich auch Trainer Benjamin Fuß über das Siegtor, den viel zitierten und gern gebrauchten Lucky Punch. Petr Paliatka der wieder mal von Beginn neben Luca Uth auf der Sechs spielte, nahm Jemo Kassas Flanke toll an und traf in der Nachspielzeit zum Sieg. „Wir haben uns das erarbeitet“, war Fuß stolz auf das stimmige Gemeinschaftsgefühl als Team, „alleine in der ersten Halbzeit hatten wir drei bis vier Hundertprzentige. Pohlheim hat einmal den Pfosten getroffen“. Wichtig war dieser Umstand, sich einige Chancen erarbeitet und herausgespielt zu haben.
Maxi Fröhlich hatte den HSV mit seinem neunten Saisontor nach 20 Minuten in Führung gebracht. Der eingewechselte Sannomiya gleich nach gut 70 Minuten aus. Die Spieler des HSV indes scheinen begriffen zu haben, worum es gerade bei dieser Witterung und zu diesem Zeitpunkt der Saison geht: Einsatz, Leidenschaft, Mentalität. Spielerische Lösungen zu finden, ist schön und gut – aber eben nicht das Erstrangige. Und der HSV freute sich auf eine feucht-fröhliche Heimfahrt – ein Umstand, der inzwischen speziellen Charakter angenommen hat.
Turabdin-Babylon Pohlheim: Linke – Mitsuhiro, Fernouchi, Makasa (88. Celik), Toprak, Tafferner, Filsinger (62. Akullinin), Mahmuti, Yokochi (77. Sedy), Cloos (62. Sannomiya), Kayembe
Hünfelder SV: Maul – Zentgraf, Häuser, Banh, Hütsch (60. Kümmel) – Paliatka (90.+3 Kiehm), Uth – Lindemann, Kassa, Fröhlich – Costa Sabate (70. Kemmerzell)
Schiedsrichter: Kevin Steinmann
Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (21.), 1:1 Sho Sannomiya (74.), 1:2 Petr Paliatka (90.+1)
Gelb-Rot: gegen Pohlheim (90.+3) +++ rl













