Bauernverband warnt vor erheblichen Ertragseinbußen durch die Trockenheit

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Die anhaltende Trockenheit setzt den deutschen Landwirten zunehmend zu und könnte für viele Betriebe erhebliche finanzielle Folgen haben. Der Deutsche Bauernverband rechnet mit deutlichen Ertragseinbußen in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft. Nicht nur beim Getreide, sondern auch bei den Herbstkulturen und im Futterbau seien die Auswirkungen der Dürre spürbar, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nach Einschätzung des Bauernverbandes trifft die Trockenheit die landwirtschaftlichen Betriebe zu einem Zeitpunkt, an dem ohnehin erheblicher wirtschaftlicher Druck besteht. Unterdurchschnittliche Erträge fallen mit niedrigen Erzeugerpreisen und gleichzeitig hohen Betriebskosten zusammen. Besonders die gestiegenen Ausgaben, etwa für Diesel, verschärften die Situation zusätzlich.

Für zahlreiche Betriebe könnte damit die Frage der Liquidität zunehmend an Bedeutung gewinnen. Rukwied warnte, die wirtschaftlichen Folgen der schlechten Erntebedingungen seien für viele Höfe nicht ohne Weiteres aufzufangen. „Nicht wenige Betriebe brauchen Sonder- oder Zwischenfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität und zum Fortbestand des Betriebes“, sagte der Verbandspräsident.

Der Bauernverband richtet deshalb zugleich einen deutlichen Appell an die Politik. Gerade angesichts der schwierigen Lage dürfe es nach Auffassung Rukwieds zu keinen Kürzungen im Agrarbereich kommen. Die Landwirtschaft befinde sich in einer „dramatischen Zeit“, in der zusätzliche finanzielle Belastungen die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe weiter verschärfen könnten.

Wie stark die Ernteausfälle letztlich ausfallen werden, hängt auch von der weiteren Entwicklung der Wetterlage ab. Für die Landwirte bleibt die Trockenheit jedoch bereits jetzt ein erheblicher Belastungsfaktor, weil geringere Erträge unmittelbar auf die Einnahmen durchschlagen, während viele Kosten unabhängig von der Erntemenge weiterlaufen. +++ red.

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