RhönEnergie Fulda baut Geschäft mit Schnellladeinfrastruktur bundesweit aus

In Osthessen hat die RhönEnergie bereits Einzelhändler mit Schnellladern ausgestattet. Foto: RhönEnergie

Die RhönEnergie Fulda weitet ihr Engagement in der Elektromobilität über die Region hinaus aus. Das Unternehmen hat einen Rahmenvertrag für die Errichtung von 38 Schnellladepunkten an zwölf Standorten in Süddeutschland unterzeichnet. Die neue Ladeinfrastruktur soll bei einem großen Lebensmittelhändler entstehen und die Position der RhönEnergie Fulda im bundesweiten Geschäft mit Ladeinfrastruktur weiter stärken.

Für das Unternehmen aus Fulda ist das Projekt ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer stärkeren überregionalen Präsenz. „Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Rolle beim Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in Deutschland“, sagt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. Mit überregionalen Projekten wolle man einen konkreten Beitrag dazu leisten, Elektromobilität alltagstauglicher zu machen und Ladeinfrastruktur dort auszubauen, wo sie von den Menschen benötigt werde.

Die 38 Schnellladepunkte sollen zeitnah errichtet werden und im Sommer 2027 in Betrieb gehen. Jeder Ladepunkt verfügt über eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt. Damit können Elektrofahrzeuge innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit größere Energiemengen aufnehmen. Gerade an Standorten mit hoher Kundenfrequenz kann das für Nutzer interessant sein: Das Fahrzeug lädt, während der Einkauf erledigt wird.

Die technische Umsetzung erfolgt gemeinsam mit GP JOULE CONNECT, einem auf Ladeinfrastruktur spezialisierten Unternehmen. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt. Die RhönEnergie Fulda übernimmt den kaufmännischen Betrieb der Ladeinfrastruktur. GP JOULE CONNECT ist für Planung, Umsetzung und technischen Betrieb der Schnellladepunkte verantwortlich.

Unterzeichnet wurden die entsprechenden Verträge von Florian Michaelis, Abteilungsleiter für E-Mobilität bei der RhönEnergie Fulda, und Dr. Fabian Sösemann, Geschäftsführer von GP JOULE CONNECT. Für die RhönEnergie ist die Zusammenarbeit Teil einer Entwicklung, bei der das Unternehmen seine Erfahrungen aus regionalen Projekten zunehmend in überregionalen Vorhaben einbringt.

„Für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität braucht es leistungsfähige Ladeangebote an gut erreichbaren Standorten“, sagt Michaelis. Gemeinsam mit starken Partnern könnten solche Projekte effizient umgesetzt werden. Zugleich könne die RhönEnergie ihre Erfahrungen aus zahlreichen Ladeinfrastrukturprojekten über die Region Fulda hinaus einbringen.

Auch GP JOULE CONNECT sieht in der Verbindung von Schnellladeinfrastruktur und stark frequentierten Standorten einen entscheidenden Faktor für die Nutzung. „Die Kombination aus leistungsfähiger Schnellladeinfrastruktur und gut frequentierten Standorten schafft optimale Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz bei den Nutzern“, sagt Sösemann. Das Unternehmen freue sich darauf, das Projekt gemeinsam mit der RhönEnergie Fulda umzusetzen.

Für die RhönEnergie Fulda ist der Auftrag kein Einstieg in ein völlig neues Geschäftsfeld. Das Unternehmen verfügt bereits über Erfahrungen mit überregionalen Ladeinfrastrukturprojekten. In der Vergangenheit wurde unter anderem Schnellladeinfrastruktur in Frankfurt am Main, Hannover und Garching bei München geschaffen.

Mit den nun vereinbarten 38 Schnellladepunkten an zwölf Standorten setzt sich diese Entwicklung fort. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist für die RhönEnergie Fulda ein wichtiger Bestandteil der strategischen Entwicklung im Bereich Elektromobilität. Dabei beschränkt sich das Unternehmen nicht auf Projekte in der eigenen Region, sondern setzt zunehmend auch auf überregionale Partnerschaften und Lösungen für Gewerbe- und Standortkunden.

Der Schritt zeigt zugleich, wie sich das Geschäft mit Ladeinfrastruktur verändert. Für die Akzeptanz der Elektromobilität reicht es nicht aus, einzelne Ladepunkte aufzustellen. Entscheidend sind Standorte, an denen Menschen ohnehin anhalten, eine ausreichende Ladeleistung und ein verlässlicher technischer Betrieb. Lebensmittelmärkte gehören dabei zu den naheliegenden Standorten, weil Ladezeit und Alltag miteinander verbunden werden können.

Die RhönEnergie Fulda will ihre Kompetenz deshalb nicht nur beim Aufbau, sondern auch bei Planung, Betrieb und Vermarktung von Ladeinfrastruktur weiter ausbauen. Das neue Projekt in Süddeutschland erweitert den regionalen Wirkungskreis des Unternehmens und fügt sich in die Strategie ein, zunehmend auch bundesweit als Partner für Ladeinfrastruktur aufzutreten.

Wenn die neuen Ladepunkte im Sommer 2027 wie geplant in Betrieb gehen, wird damit ein weiterer Baustein der überregionalen Elektromobilitätsaktivitäten der RhönEnergie Fulda sichtbar. Für das Unternehmen aus Osthessen geht es dabei nicht allein um zusätzliche Ladepunkte, sondern um den Aufbau eines Geschäftsfeldes, in dem technisches Know-how, kaufmännischer Betrieb und langfristige Partnerschaften zunehmend zusammengeführt werden. +++

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