Die Unternehmen in Deutschland planen im August weniger Stellen abzubauen als noch im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg auf 94,8 Punkte, nachdem im Juli ein Wert von 93,0 Punkten gemessen worden war. Damit erreicht der Indikator den höchsten Stand seit Mai 2025. Von einer grundlegenden Trendwende am Arbeitsmarkt kann allerdings noch keine Rede sein. „Der Arbeitsmarkt zeigt eine leichte Aufwärtsbewegung“, sagt Timo Wollmershäuser. „In Summe werden aber noch Arbeitsplätze abgebaut.“
In der Industrie hat der Stellenabbau an Dynamik verloren. Das Beschäftigungsbarometer erreichte dort den höchsten Wert seit März 2024. Die Entwicklung fällt innerhalb der einzelnen Branchen allerdings unterschiedlich aus. Die Mehrheit der Industriezweige ist weiterhin auf einen Abbau von Beschäftigten ausgerichtet. Eine positive Entwicklung zeichnet sich dagegen bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen und in der Nahrungsmittelindustrie ab. In diesen Bereichen planen die Unternehmen, ihre Beschäftigtenzahl zu erhöhen.
Auch im Handel hat sich die Beschäftigungsperspektive im August verbessert. Sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel überwiegen jedoch weiterhin die Pläne zum Personalabbau. Eine ausgeglichene Situation zeigt sich dagegen bei den Dienstleistern. Dort halten sich Pläne für zusätzliche Einstellungen und für einen Personalabbau die Waage, sodass die Beschäftigung insgesamt konstant bleiben soll.
Ähnlich stellt sich die Lage im Baugewerbe dar. Auch dort rechnen die Unternehmen in ihrer Gesamtheit nicht mit einer Veränderung der Beschäftigtenzahl. Damit zeichnet das ifo Beschäftigungsbarometer für August ein etwas günstigeres Bild als in den vergangenen Monaten, zugleich bleibt der deutsche Arbeitsmarkt unter Druck. Der Anstieg des Index signalisiert, dass die Unternehmen ihre Abbaupläne zurücknehmen, insgesamt ist die Beschäftigungsentwicklung aber weiterhin von einem Rückgang geprägt. +++












