13. Fuldaer Genussfestival: Gastronomen verzeichnen positive Resonanz

Zwei Wochen lang wurde die Pauluspromenade wieder zum Treffpunkt für Freunde guter Küche. Die 13. Ausgabe des Fuldaer Genussfestivals ist nach Einschätzung der beteiligten Gastronomen erfolgreich verlaufen. Anders als im vergangenen Jahr, als das Wetter die Veranstaltung über weite Strecken ausbremste, sorgten diesmal hochsommerliche Temperaturen und überwiegend trockene Tage für beste Voraussetzungen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Fulda und der Region nutzten die Gelegenheit, unter freiem Himmel zu essen, sich zu treffen und die besondere Kulisse zwischen Dom und Stadtschloss zu genießen.

Die heimischen Gastronomen präsentierten auch in diesem Jahr eine breite Auswahl regionaler und saisonaler Gerichte. Zwischen kulinarischen Spezialitäten, sommerlicher Atmosphäre und geselligem Beisammensein entwickelte sich die Pauluspromenade erneut zu einem viel besuchten Ort in der Fuldaer Innenstadt. Für die Verantwortlichen war das Festival damit nicht nur ein gastronomisches Angebot, sondern zugleich ein Format, das zur Belebung der Innenstadt beiträgt.

Florian Lorösch, Geschäftsführer und Küchenchef des Nobel & Josef in Fulda, war in diesem Jahr erstmals als Gastkoch dabei und zieht eine ausgesprochen positive Bilanz. „Das Genussfestival 2026 war für mich und mein Team als neuer Gastkoch ein voller Erfolg. Wir sind überwältigt von dem Zuspruch, den uns die Fuldaer Gäste entgegengebracht haben“, sagte Lorösch auf fuldainfo-Anfrage. Bereits in der ersten Woche habe das Team der Andrang und die hohe Besucherfrequenz positiv überrascht.

Besonders das Wetter sei ihm in Erinnerung geblieben. Die hochsommerlichen Temperaturen bildeten für Lorösch einen deutlichen Gegensatz zur Ausgabe des vergangenen Jahres. Zugleich brachte die Hitze für die Küchenmannschaft eine besondere Belastung mit sich. Die Arbeit im Küchenzelt bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad verlangte dem Team einiges ab. Dennoch habe sich die Veranstaltung insgesamt durch eine gute Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Lorösch hebt insbesondere das „reibungslose Zusammenspiel verschiedener Gastronomen“ hervor. Gerade dieses Miteinander habe wesentlich dazu beigetragen, dass das Festival für ihn zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis wurde. Dass bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung nicht vom ersten Moment an jeder Ablauf perfekt funktioniert, zeigte sich nach seinen Worten am Eröffnungstag. Weil die Abläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig eingespielt gewesen seien, habe es zeitweise etwas längere Wartezeiten gegeben. Das Team habe die Prozesse jedoch bereits in den folgenden Tagen optimieren können.

Auch Anja Lindner, Geschäftsführerin des Gästehauses LindenGut in Dipperz, blickt zufrieden auf die beiden Festivalwochen zurück. „Wir können uns glücklich schätzen, zwei wunderbare, trockene Wochen bekommen zu haben“, sagte sie. Lediglich ein kurzer Schauer in der ersten Woche, verbunden mit Windböen, habe vorübergehend eine kleine Herausforderung für Gäste und Mitarbeiter dargestellt.

Besonders das erste Genusswochenende ist Lindner in Erinnerung geblieben. „Am ersten Genusswochenende strömten viele Gäste auf die Pauluspromenade, um das Genussfestival zu besuchen. Vor der Traumkulisse des Fuldaer Doms war das wirklich ein eindrucksvolles Bild“, berichtet die Gastronomin. Die Verbindung aus Gastronomie, historischer Innenstadt und sommerlichem Wetter habe dabei eine besondere Atmosphäre geschaffen.

Lindner beobachtete zudem eine bemerkenswerte Resonanz bei internationalen Gästen. Sie hebt auf fuldainfo-Anfrage ausdrücklich deren „positive Grundstimmung“ hervor. Viele Besucher hätten ihr gegenüber ihre Begeisterung darüber zum Ausdruck gebracht, dass in Fulda ein solches Veranstaltungsformat unmittelbar in der Nähe von Dom und Stadtschloss möglich sei. Gerade für Gäste, die die Stadt erstmals besuchten, habe das Festival damit offenbar auch einen besonderen Eindruck von Fulda vermittelt.

Die sommerlichen Bedingungen hatten allerdings auch ihre Schattenseiten. Temperaturen von weit über 30 Grad verlangten Lindner und ihrem Team einiges ab. Gleichzeitig beschreibt sie die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten auf der Veranstaltungsfläche als außergewöhnlich positiv. Das Zusammenspiel aller Akteure sei „unbeschreiblich“ gewesen und habe zusätzlich motiviert.

Weniger begeistert zeigte sich die Gastronomin von einem Teil des Verkehrs rund um das Festivalgelände. Als problematisch empfand sie insbesondere rücksichtslose Fahrradfahrer und Fahrer von E-Rollern, die aus ihrer Sicht weder ausreichend Rücksicht auf die großen Besucherströme noch auf den eingesetzten Sicherheitsdienst nahmen. Gerade dort, wo sich bei gutem Wetter zahlreiche Menschen auf engem Raum bewegten, wurde damit deutlich, dass eine stark frequentierte Veranstaltungsfläche nicht nur organisatorisch, sondern auch verkehrlich besondere Anforderungen stellt.

Auch bei Nelles Catering fällt die Bilanz der diesjährigen Ausgabe ausgesprochen positiv aus. „Mit der Auslastung des diesjährigen Genussfestivals waren wir sehr zufrieden“, sagt Marie-Christine Nelles. Besonders erfreulich seien der große Zuspruch der Besucherinnen und Besucher sowie die durchweg positive und angenehme Stimmung während der Veranstaltung gewesen. In besonderer Erinnerung bleibe das lebendige und zugleich entspannte Miteinander unter den beteiligten Gastronomen. Das Zusammenspiel der vier Unternehmen mit ihren jeweiligen Lieferanten und Partnern sei jedes Jahr aufs Neue inspirierend. „Zusammen kann man einfach so viel mehr erreichen“, sagt Nelles. Die zahlreichen Gäste, die gute Atmosphäre und die positive Resonanz hätten aus ihrer Sicht wesentlich zum Erfolg des Festivals beigetragen.

Als besonders positiv habe das Unternehmen zudem das große Interesse von Touristen wahrgenommen. Trotz der sehr sommerlichen Temperaturen sei die Freude am Festival deutlich spürbar gewesen. Gerade die Verbindung aus gastronomischem Angebot, sommerlicher Atmosphäre und der historischen Kulisse habe bei den Gästen für eine gute Stimmung gesorgt. Die hohen Temperaturen stellten zugleich eine der besonderen Herausforderungen dar. Für die beteiligten Teams habe es bedeutet, sich auf die sommerlichen Bedingungen einzustellen und flexibel zu reagieren. Insgesamt sei dies aus Sicht von Nelles sehr gut gelungen. Für die Organisation und das Engagement aller Beteiligten spricht Marie-Christine Nelles ihren Dank aus. Sie habe die Veranstaltung als rundum gelungen erlebt und freue sich bereits auf die nächste Ausgabe. Mit einem Augenzwinkern richtet sie dabei einen Wunsch an das Wetter: „Bitte esst alle eure Teller leer, dass wir im nächsten Jahr mit dem gleichen Wetter wieder beschenkt werden.“

Insgesamt überwiegt bei den beteiligten Gastronomen jedoch die positive Bilanz. Das Fuldaer Genussfestival konnte in seiner 13. Ausgabe von den sommerlichen Bedingungen profitieren und zog zahlreiche Menschen auf die Pauluspromenade. Für die beteiligten Betriebe bedeutete das hohe Besucheraufkommen eine entsprechend arbeitsintensive Zeit, zugleich aber auch die Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu präsentieren.

In diesem Sommer zeigte sich, welche Wirkung das Konzept unter günstigen Bedingungen entfalten kann: Gastronomie unter freiem Himmel, die historische Kulisse der Fuldaer Innenstadt und viele Menschen, die sich Zeit für Essen, Begegnung und Gespräche nehmen. Die Veranstalter sprechen von rund 20.000 Besucherinnen und Besuchern, die während der beiden Festivalwochen auf die Pauluspromenade kamen. Bei hochsommerlichen Temperaturen verzeichnete die 13. Ausgabe des Fuldaer Genussfestivals damit eine große Resonanz. Auch die positiven Rückmeldungen aus der Gastronomie sprechen dafür, dass das Festival seinen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt behaupten konnte. +++ red.

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