Schrauben-Unternehmer Reinhold Würth, ehemals FDP-Mitglied, prophezeit den Tod der Liberalen als Partei. „Ich nehme an, dass die FDP verschwinden wird, in Stuttgart wie im Bund“, sagte Würth dem Nachrichtenmagazin Focus. Der 90-Jährige erklärte weiter: „Ich war immer Wechselwähler und würde in der gegenwärtigen Situation gern der FDP meine Stimme geben. Aber da ist eben die Gefahr groß, dass sie dann verloren ist.“
Auf die Frage, ob die Liberalen dann nicht aus dem Stuttgarter Landtag flögen, wenn alle Sympathisanten so denken, antwortete Würth nüchtern: „Dann ist das halt so.“ Klare Worte vom Unternehmer, der sich zugleich politisch positioniert: Als Ministerpräsident wünscht er sich den CDU-Politiker Manuel Hagel.
Auch zum künftigen Wahlausgang in Baden-Württemberg äußerte sich der Unternehmer aus Künzelsau, dessen Unternehmen 20,7 Milliarden Euro Umsatz erzielt und über 86.000 Beschäftigte zählt. Seine Einschätzung: „Bislang regierte in Stuttgart Grün-Schwarz unter dem großartigen grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Das wird künftig wahrscheinlich Schwarz-Grün. Und diesen Wechsel fände ich auch mal gut.“
Der Milliardär warnte zudem erneut eindringlich vor der AfD und riet seinen Beschäftigten, diese – wie im Bund – auch bei der Landtagswahl nicht zu wählen. „Meine Warnung gilt noch immer, zum Glück spielt die AfD hier im Land keine Rolle“, erklärte Würth.
Als Gegenmittel gegen den Einfluss der AfD empfiehlt der Unternehmer einen klaren Reformkurs der CDU. Würth wörtlich: „Der Kanzler muss erklären, dass das Geld nicht vom Himmel regnet. Merz muss mit Demut, Freundlichkeit und Bescheidenheit die notwendigen Reformen durchpauken – das wird auch die AfD zurückdrängen.“ +++











