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Windkraft-Zoff in Eichenzell: Bürgerliste fordert klare Kante

In Eichenzell brodelt es wieder. Kaum schien das Thema Windkraft etwas in den Hintergrund gerückt, flammt die Debatte nun mit neuer Wucht auf, schreibt fuldainfo mit Bezug auf eine Pressemitteilung. Die Bürgerliste Eichenzell will in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung einen Dringlichkeitsantrag einbringen – es geht um nichts Geringeres als die Position der Gemeinde zur Windenergie und zum Teilregionalplan Energie des Regierungspräsidiums Kassel. Der Antrag liegt der Vorsitzenden der Gemeindevertretung bereits seit Anfang letzter Woche vor.

Auslöser der neuen Unruhe sind aktuelle Diskussionen, angestoßen durch Aktivitäten eines Ortsvorstehers. Seither steht das Thema Windkraft in der Gemeinde wieder verstärkt im Fokus – und sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Die Bürgerliste macht dabei ihre Haltung unmissverständlich klar: Windkraft ja, aber nur dort, wo sie von den Menschen vor Ort auch wirklich gewollt ist.

Gleichzeitig pocht die Wählergemeinschaft auf eine sachliche und umfassende Diskussion. Dazu gehöre zwingend auch der Blick auf bestehende Vorranggebiete. Besonders im Fokus stehen Flächen direkt hinter Kerzell. Diese seien in der aktuellen Debatte bislang kaum betrachtet worden, obwohl es sich um das einzige Vorranggebiet im gesamten Gemeindegebiet handelt.

„Nach aktuellem Stand ist die Wahrscheinlichkeit für neue Windkraftanlagen in Eichenzell selbst extrem gering bis hin nahezu unmöglich. Dennoch müssen wir uns als Gemeinde aktiv in den neuen Teilregionalplan Energie des Regierungspräsidiums Kassel einbringen“, erklärt Joachim Weber von der Bürgerliste Eichenzell. Für ihn ist klar: Auch wenn derzeit kaum konkrete Anlagen in Sicht sind, dürfe die Gemeinde die Weichenstellungen auf regionaler Ebene nicht einfach laufen lassen.

Scharfe Töne kommen zudem in Richtung einzelner Ortsvorsteher. Die Bürgerliste kritisiert, dass in der Diskussion teilweise nur die unmittelbare Umgebung im Blick sei. Eine zukunftsfähige Planung müsse jedoch die gesamte Gemeinde berücksichtigen – nicht nur einzelne Ortsteile. Genau deshalb sei der Dringlichkeitsantrag am Donnerstag von besonderer Bedeutung.

Für zusätzliche Brisanz sorgt eine weitere Information, die der Bürgerliste zugetragen wurde: Demnach sollen bereits Gespräche mit der Gemeinde sowie einzelnen Gemeindevertretern über mögliche Flächen geführt worden sein. Konkrete Details sind bislang nicht öffentlich. Die Bürgerliste fordert deshalb Transparenz und Klarheit darüber, welche Planungen tatsächlich im Raum stehen.

Mit ihrem Vorstoß will die Bürgerliste erreichen, dass die Gemeindevertretung eine klare und transparente Position in den laufenden Planungsprozess einbringt. Für sie steht fest: In Eichenzell soll es keine Windkraft gegen den Willen der Bürger geben – und keine Entscheidungen hinter verschlossenen Türen. +++ red.

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