Wenn Hubschrauber zum Großereignis werden – ein Kommentar zur seltsamen neuen Normalität

Hubs

Kaum drehen ein paar Hubschrauber ihre Runden über der Stadt, schon überschlagen sich manche Medien mit Berichten – geschenkt, von bestimmten Formaten ist man das gewohnt. Sie leben davon, aus jedem Rotorgeräusch eine Sensation zu machen. Aber wenn selbst die Zeitung nachzieht und aus einem völlig alltäglichen Vorgang ein kleines Drama strickt, dann tut das schon weh.

Da sitzt man da und denkt sich: In welcher Welt leben wir eigentlich?

Offenbar in einer, in der jedes Detail zur Schlagzeile taugt und in der der Blick für das Wesentliche zunehmend verloren geht. Ein paar Hubschrauber am Himmel – früher maximal ein kurzer Blick nach oben. Heute ein „Ereignis“, das aufgeblasen wird, bis es klickt. Und während man fassungslos zusieht, wie aus Nichtigkeiten Nachrichten entstehen, bleibt das Gefühl zurück, dass sich unsere Wahrnehmung schleichend verändert.

Es sind Momente wie diese, die einen kurz innehalten lassen. Weil man merkt, dass die mediale Welt längst nicht mehr einfach nur berichtet – sie inszeniert. Und wir stehen darunter, schauen nach oben und fragen uns ernsthaft, ob das wirklich unsere Realität sein soll. +++ rl

Ein Kommentar

  • Für die Hubschrauberpiloten war das sicher ein Mordsgaudi. Es sei ihnen gegönnt! Wir am Boden sind nun gespannt aufs nächste Highlight: Formationsflug von mindestens 50 Kampfdrohnen. Fabrikneu aus der Manufaktur eines Peter Thiel. Bekannt als einer der besten Freunde von Trump und milliardenschwer Dealmakerauf dem Rüstungsmarkt.

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