Fulda macht sich bereit für ein Spektakel, das es so noch nicht gegeben hat: Wenn am 11. und 12. Juni 2026 auf dem Domplatz der Vorhang zur Gala „Best of spotlight musicals“ aufgeht, wartet auf das Publikum nicht nur großes Musicalkino – sondern auch eine echte Sensation. Zum 80. Geburtstag des Landes Hessen wird ein eigens produziertes, rund vierzigminütiges Hessen-Highlight uraufgeführt, das Geschichte, Humor und große Bilder zu einem ebenso ungewöhnlichen wie unterhaltsamen Bühnenereignis verbindet.
Eingebettet ist dieses besondere Stück in eine rund dreistündige Gala, die die größten Erfolge aus den Produktionen von spotlight musicals präsentiert. Und als wäre das nicht schon genug Anlass zum Feiern, wird am 12. Juni auch noch der Hessentag 2026 offiziell durch Ministerpräsident Boris Rhein in Fulda eröffnet. Ein Abend also, der gleich mehrere Höhepunkte bündelt – und damit schon jetzt als einer der kulturellen Glanzpunkte des Jahres gilt.
Im Zentrum des Geschehens steht das eigens entwickelte Musical „Der Allmächtige Handkäs“ – ein Titel, der bereits erahnen lässt, dass hier mit einem Augenzwinkern gearbeitet wird. Hinter dem Projekt steckt niemand Geringeres als Comedy-Urgestein Henni Nachtsheim, bekannt aus dem Kult-Duo Badesalz, der gemeinsam mit Ali Neander von den Rodgau Monotones und dem Kreativteam von spotlight musicals ein Stück geschaffen hat, das typisch hessisch daherkommt: schräg, charmant und voller Ideen. „Als mir das Konzept erklärt wurde, war sofort klar: Das kann nur gut werden“, so Nachtsheim.
Auf der Bühne versammelt sich ein prominentes Ensemble: Neben Nachtsheim stehen unter anderem Moderator Johannes Scherer und No-Angels-Sängerin Sandy Mölling im Rampenlicht, flankiert von zahlreichen Musicaldarstellerinnen und -darstellern. Für den musikalischen Druck sorgt eine Live-Band unter Leitung von Ali Neander, unterstützt von den Kölner Symphonikern und einem großen Konzertchor – ein Aufgebot, das keine Wünsche offenlässt.
Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Projekt stammt aus der Hessischen Staatskanzlei. Staatssekretär Benedikt Kuhn bringt es auf den Punkt: Hessen gehöre auf die große Bühne – und genau dort werde es im Jubiläumsjahr eindrucksvoll gefeiert. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Bembel und Bitcoin, zwischen Ahler Wurscht und Künstlicher Intelligenz zeige sich die Vielfalt des Landes. Und genau diese Mischung aus Humor und Historie soll das Musical transportieren.
Auch Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld zeigt sich begeistert: Große Veranstaltungen sei man in der Barockstadt gewohnt – doch die Kombination aus Weltpremiere, Gala, Hessentagseröffnung und Landesjubiläum an einem einzigen Abend sei selbst für Fulda etwas ganz Besonderes. Der Domplatz wird damit zur großen Bühne für ein Ereignis, das weit über die Region hinausstrahlen dürfte.
Inhaltlich geht „Der Allmächtige Handkäs“ auf eine ebenso originelle wie abenteuerliche Reise: Wir schreiben das Jahr 2126, die Menschheit steht vor einer existenziellen Krise. Ausgerechnet Hessen verfügt über eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die die Welt am Laufen hält. Doch plötzlich schwächelt der Reaktor. Die letzte Hoffnung: Doc Bembel, ein genialer, leicht exzentrischer Wissenschaftler – gespielt von Henni Nachtsheim. Mit einer Zeitmaschine reist er zurück in die Vergangenheit, um eine Gruppe berühmter Hessen zusammenzutrommeln. Gemeinsam sollen sie das Geheimnis der Energiequelle lüften und den „Allmächtigen Handkäs“ retten.
Produzent Peter Scholz verspricht beste Unterhaltung mit einem klaren Ziel: Das Publikum soll sich rundum gut fühlen. Hessen stehe für kreative Lösungen und unkonventionelles Denken – und genau das spiegele sich auch in der Geschichte wider. Da viele Figuren auf bekannten hessischen Persönlichkeiten basieren, dürften auch Gäste von außerhalb voll auf ihre Kosten kommen.
Für Dennis Martin, künstlerischer Projektleiter von spotlight musicals, ist das Ganze ohnehin ein kleines Wunder: Eine Weltpremiere zusätzlich zur ohnehin hochkarätigen Gala – das sei in dieser Form einzigartig und ein echtes Geschenk für das Publikum.
Hinter den Kulissen arbeitet ein erfahrenes Kreativteam, das dem Projekt den nötigen Glanz verleiht. Regisseur Christoph Drewitz bringt seine Erfahrung aus großen Musicalproduktionen ein, während Christoph Jilo gemeinsam mit Henni Nachtsheim das Buch entwickelte – temporeich, humorvoll und mit viel Gespür für hessischen Charme. Die Musik stammt aus der Feder von Ali Neander, unterstützt von Dennis Martin. Für Bewegung sorgt Choreograf David Hartland, während Bühnenbild und Kostüme von Designer Adam Nee eine ganz eigene visuelle Welt schaffen. Moderne Videoprojektionen von Annie Bracken und das Lichtdesign von Pia Virolainen setzen zusätzliche Akzente, ergänzt durch das Maskenbild von Elke Quirmbach, die seit Jahren fester Bestandteil der spotlight-Produktionen ist.
So entsteht ein Gesamtwerk, das weit mehr ist als nur ein Musical: Es ist eine Liebeserklärung an Hessen – laut, bunt, witzig und mit einem ordentlichen Schuss Selbstironie. Fulda wird damit für zwei Abende zum Nabel der hessischen Kultur – und der Domplatz zur Bühne für eine Premiere, über die man noch lange sprechen wird. +++ red.










