Weitere Station für Sharing-Fahrräder eröffnet

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Foto: Stadt

Mitten im Strom der Passanten, zwischen Schaufenstern und kurzen Wegen, hat Fulda einen weiteren Baustein seiner Mobilitätswende gesetzt. In der Schulstraße, eingekeilt zwischen bekannten Einzelhandelslagen, ist ein neuer Standort des Fahrrad-Sharing-Systems „FuldaBike“ in Betrieb gegangen. Es ist die sechste Station – und zugleich die bislang zentralste.

Die hellblauen Räder stehen nun dort, wo die Wege am kürzesten sind: im Herzen der Innenstadt. Wer spontan vom Einkaufen zum Termin oder vom Café zum Bahnhof wechseln will, kann hier künftig aufsteigen. Leihen und Abgeben funktionieren direkt vor Ort, unkompliziert, ohne Umwege. Dass direkt daneben eine überdachte Abstellanlage für bis zu zehn Fahrräder entstanden ist, wirkt wie eine leise, aber deutliche Einladung: Das Rad soll hier nicht nur Übergangslösung sein, sondern selbstverständlicher Teil des Alltags.

Und noch etwas fällt auf: Neben den Stellplätzen steht eine Reparaturstation. Luftpumpe, Werkzeug – griffbereit für kleine Handgriffe zwischendurch. Es sind diese Details, die das große Konzept greifbar machen.

Denn FuldaBike ist mehr als ein paar neue Fahrräder im Stadtbild. Das System gehört zur Mobilitätsstrategie „Fulda bewegt sich“. Dahinter steht die Idee, Verkehr neu zu denken – vernetzt, flexibel, näher am tatsächlichen Bedarf. Gerade die Verbindung mit anderen Verkehrsträgern spielt dabei eine Rolle, etwa mit der Bahn. Wer ankommt, soll weiterkommen, ohne erst nach dem Auto zu suchen.

Gestartet ist das Projekt im Mai 2025 mit fünf Stationen. Inzwischen ist das Netz gewachsen: 40 Pedelecs und zehn E-Lastenräder stehen über das Stadtgebiet verteilt bereit. Neben der neuen Station in der Schulstraße befinden sich weitere Standorte an der Löherstraße/Ecke Gerbergasse, am Bahnhofsvorplatz, am Esperantoplatz, an der Pacelliallee beim Klinikum und an der Leipziger Straße bei der Hochschule.

Das Prinzip dahinter bleibt bewusst einfach. Wer ein Rad nutzen möchte, lädt die App „12Drive+“ herunter, registriert sich – und kann losfahren. Im Basistarif kostet die Nutzung 1,50 Euro pro 30 Minuten. Das System ist stationsgebunden, aber flexibel gedacht: Die Rückgabe muss nicht am Ausgangspunkt erfolgen, sondern kann an jeder anderen Station stattfinden.

Nur am Bahnhofsvorplatz gelten dabei besondere Bedingungen. An den übrigen Standorten sind zusätzliche Rückgabemodule eingerichtet. Sind diese belegt, reicht ein Radius von etwa 20 Metern um die Station, um das Rad an vorhandenen Bügeln abzustellen. Ein kleiner Spielraum, der im Alltag entscheidend sein kann.

Auch das Netz der Reparaturstationen wächst mit: Neben der Schulstraße finden sich entsprechende Angebote bereits in der Löherstraße, am Bahnhofsvorplatz, am Esperantoplatz und an der Pacelliallee.

So fügt sich Stück für Stück ein System zusammen, das nicht laut daherkommt, sondern leise wirkt – im Alltag, auf kurzen Wegen, zwischen zwei Terminen. Die neue Station in der Schulstraße ist dabei weniger ein Endpunkt als ein weiterer Anfang. +++ red.

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