Im Streit um Grönland mahnt die Bundesvorsitzende der AfD, Alice Weidel, zur Ruhe. Sie reagiert damit auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das zu Dänemark gehörende Grönland militärisch erobern zu wollen. „In dieser Frage ist Gelassenheit angebracht. Mit weiterer rhetorischer Eskalation ist niemandem gedient“, sagte Weidel der „Welt am Sonntag“.
Zugleich ordnet Weidel die jüngsten Aussagen aus Washington historisch ein. „Das besondere geostrategische Interesse der USA an Grönland und periodisch geäußerte Kaufabsichten gibt es seit über 150 Jahren“, erklärte sie. Auf die Frage, wie eine von der AfD geführte Bundesregierung in einer solchen Situation reagieren würde, stellte Weidel klar: „Das ist zunächst eine Angelegenheit zwischen Dänemark und den USA.“
Innerhalb der AfD gibt es jedoch auch andere Stimmen. René Aust, AfD-Politiker und Vorsitzender der europäischen Rechtsaußen-Fraktion „Europa der Souveränen Nationen“, widerspricht der zurückhaltenden Linie. „Die Bundesregierung muss an der Seite Dänemarks stehen“, sagte Aust ebenfalls der „Welt am Sonntag“. Für ihn ist klar: „Über die Zukunft Grönlands darf ausschließlich die Bevölkerung Grönlands und Dänemark selbst entscheiden.“ +++ adm










