Ein Jahr nach Einführung der Waffenverbotszone in der Fuldaer Innenstadt ziehen Polizei und Stadt eine positive Bilanz. Nach Angaben der Behörden stößt die Maßnahme bei der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung. Die Verbotszone soll dazu beitragen, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und das Mitführen von Waffen und Messern in Teilen der Innenstadt zu unterbinden.
In der Zone gelten klare und strenge Regeln: Das Führen von Waffen und Messern ist dort grundsätzlich untersagt. Gleichzeitig ermöglicht die Regelung der Polizei, Kontrollen auch ohne konkreten Anlass durchzuführen. Damit haben die Einsatzkräfte deutlich mehr Handlungsspielraum mitten im Stadtzentrum. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie von Stadt und Polizei, mit der der öffentliche Raum sicherer gemacht werden soll.
Die Zahlen nach zwölf Monaten zeigen nach Einschätzung der Verantwortlichen eine deutliche Wirkung. Mehr als 1.600 Menschen wurden seit Einführung der Waffenverbotszone kontrolliert. Dabei stellte die Polizei 40 Verstöße gegen die Regelung fest. In sechs Fällen leitete sie Strafverfahren ein, in weiteren 34 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Außerdem wurden rund 40 Messer sichergestellt.
Für die Stadt Fulda sind diese Ergebnisse ein klarer Hinweis auf den Nutzen der Maßnahme. Die Zahl der sichergestellten Gegenstände zeige, dass die Kontrollen sinnvoll seien, erklärte die Stadt. Durch die Waffenverbotszone hätten Polizei und Stadtpolizei zusätzliche Möglichkeiten erhalten, Personen im Innenstadtbereich zu überprüfen. Auf diese Weise könnten potenzielle Waffen frühzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
Auch aus Sicht der Polizei entfaltet die Regelung eine präventive Wirkung. Waffenverbotszonen verschafften den Einsatzkräften mehr Handlungsspielraum und könnten abschreckend wirken. Ziel sei es, Gewalttaten im öffentlichen Raum vorzubeugen und die Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen.
Die Stadt Fulda will die Waffenverbotszone daher weiterhin beibehalten. Polizei und Stadt sehen in der Maßnahme einen wichtigen Baustein der Sicherheitsarbeit in der Innenstadt. +++










