Neuer Mann an der Spitze der Wohlfahrtspflege in Hessen: Der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch übernimmt den Vorsitz der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. und will künftig kräftig mitmischen, wenn es um die soziale Zukunft des Landes geht. Er folgt im Gesamtvorstand auf Michael Schmidt von der AWO Nordhessen. Gemeinsam mit Tim Helfert, Geschäftsführer der AWO Nordhessen, und Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen, bildet Dr. Juch den neuen Liga-Kernvorstand, berichtet fuldainfo.de. Sein erklärtes Ziel: eine starke soziale Infrastruktur und eine enge Partnerschaft mit Landes- und Kommunalpolitik.
Dr. Markus Juch bringt für diese Aufgabe reichlich Erfahrung mit. Seit vielen Jahren ist er in leitenden Funktionen der verbandlichen Caritasarbeit tätig und war bereits im Vorstand der Liga aktiv. Hinzu kommt eine enge Vernetzung in Kirche, Politik und Gesundheitswesen. Als Diözesan-Caritasdirektor im Bistum Fulda verantwortet er die strategische Ausrichtung des Diözesan-Caritasverbandes, engagiert sich in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser in Hessen und leitet zusätzlich den Fachbereich „Caritas“ im Generalvikariat des Bistums Fulda.
Mit deutlichen Worten macht Juch klar, welchen Anspruch er mit seinem neuen Amt verbindet. Die Liga Hessen bündele die Expertise von rund 7.300 Diensten und Einrichtungen mit mehr als 113.000 Beschäftigten und etwa 160.000 Ehrenamtlichen. Diese enorme Kraft wolle man nutzen, um sozialpolitische Weichen in Hessen aktiv mitzugestalten. Die Liga solle sich noch stärker als Partner einer modernen Sozialpolitik positionieren, unter anderem mit konkreten Vorschlägen zum Bürokratieabbau, zu praxistauglicher Digitalisierung und zum Klimaschutz in der sozialen Arbeit. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen sei eine verlässliche und gut finanzierte soziale Infrastruktur unverzichtbar – in der Stadt ebenso wie auf dem Land. Dafür wolle die Liga gemeinsam mit der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden Verantwortung übernehmen.
Ein erstes deutliches Signal für diese Modernisierungsagenda setzt die Liga mit einem Politischen Abend am 3. März 2026 in Wiesbaden. Unter dem Titel „digital – bürgernah – gemeinsam. Weniger Bürokratie mehr Wirkung!“ soll dort über neue Wege für eine wirksame Sozialpolitik diskutiert werden. Unter seinem Vorsitz werde die Liga die Vorhaben der Landesregierung konstruktiv begleiten, zugleich aber kritisch darauf achten, dass die soziale Infrastruktur ausreichend finanziert wird, betonte Dr. Juch.
Sein Vorgänger Michael Schmidt von der AWO Nordhessen hatte den Vorsitz seit Januar 2024 inne und prägte in dieser Zeit die strategische Ausrichtung der Liga maßgeblich. Unter dem Claim „ZusammenHessenstärken“ setzte er sich für ein solidarisches Miteinander gegen Hass, Ausgrenzung und Armut ein. In zahlreichen Gesprächen und Veröffentlichungen machte die Liga unter seiner Führung immer wieder deutlich, dass die soziale Infrastruktur mit ihren Einrichtungen, Diensten und Angeboten ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge in Hessen ist und bei Investitions- und Infrastrukturentscheidungen von Bund und Land entsprechend berücksichtigt werden muss.
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. ist der Zusammenschluss der sechs hessischen Wohlfahrtsverbände. Sie vertritt die Interessen hilfebedürftiger und benachteiligter Menschen gegenüber der Politik ebenso wie die Interessen ihrer Mitgliedsverbände. Mit rund 7.300 Einrichtungen und Diensten sind die Verbände ein bedeutender Faktor für die Menschen, für die soziale Infrastruktur und für die Wirtschaft in Hessen. Rund 113.000 beruflich Beschäftigte und etwa 160.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Werkstätten, Tagesstätten, Bildungsstätten, Beratungsstellen, Frühförderstellen, ambulanten Diensten und vielen weiteren Einrichtungen. Nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen bringen sie ihre Kenntnisse über soziale Belange und die realen Rahmenbedingungen in Hessen in die politischen Gespräche auf Landesebene sowie mit Verhandlungspartnern und Kostenträgern ein. +++ adm










