Vielfalt, die trägt: Ein Blick hinter Türen, die sonst verschlossen bleiben

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Landrat Torsten Warnecke (links) und Habibollah Zawarehi (rechts) eröffneten gemeinsam die Veranstaltung.

Es ist ein Gebäude, das viele kennen – und doch kaum jemand wirklich kennt. An diesem Donnerstag aber ist alles anders. Die Türen des Gesundheitsamtes des Landkreises Hersfeld-Rotenburg stehen offen, und mit ihnen öffnet sich eine Welt, die im Alltag meist im Verborgenen arbeitet. „Vielfalt für Gesundheit“ lautet das Motto dieses Tages, und selten hat ein Leitsatz so gut gepasst wie hier.

Schon am Vormittag füllen sich die Flure. Bürgerinnen und Bürger kommen nicht nur aus Neugier, sondern auch mit Fragen, mit Anliegen, mit dem Wunsch, zu verstehen. Was macht eigentlich ein Gesundheitsamt – jenseits von Formularen und Vorschriften? Die Antwort darauf entfaltet sich Raum für Raum, Stand für Stand.

Die Mitarbeitenden präsentieren ihre Arbeit nicht als trockene Pflicht, sondern als lebendiges Geflecht aus Verantwortung und Fürsorge. Infektionsschutz und Hygiene, der Kinder- und Jugendärztliche Dienst, sozialpsychiatrische Angebote – es ist ein breites Spektrum, das hier sichtbar wird. Und plötzlich wird klar: Gesundheit ist nicht nur das, was im Krankenhaus passiert. Sie beginnt viel früher – und oft genau hier.

Besonders dicht umlagert sind die praktischen Angebote. Blutdruckmessungen, Beratungsgespräche, persönliche Begegnungen. Es sind diese Momente, in denen aus Verwaltung Nähe wird. Fachkräfte nehmen sich Zeit, hören zu, erklären. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen – und nehmen mehr mit als nur Informationen: ein Stück Sicherheit.

Auch die Informationsstände stoßen auf reges Interesse. Gerade die Angebote des sozialpsychiatrischen Dienstes zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Hilfe ist – und wie sehr sie gebraucht wird. Hier wird nichts beschönigt, aber vieles verständlich gemacht.

Für Habibollah Zawarehi, den Leiter des Gesundheitsamtes, ist dieser Tag mehr als eine Momentaufnahme. „Der Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und wichtig die Arbeit unseres Gesundheitsamtes ist“, sagt er. Und man merkt: Es ist nicht nur ein Resümee, sondern auch ein Anliegen. Der direkte Austausch, das große Interesse – beides ist für ihn Bestätigung und Auftrag zugleich.

Der „Tag des Gesundheitsamtes“, bundesweit ins Leben gerufen, will genau das erreichen: sichtbar machen, was sonst im Hintergrund geschieht. Und vielleicht ist dieser Donnerstag ein Beweis dafür, dass das gelingt. Denn wer hier durch die offenen Türen geht, verlässt das Gebäude mit einem anderen Blick – auf ein Amt, das weit mehr ist als eine Behörde. +++

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