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Tarif-Einigung im öffentlichen Dienst: Mehr Geld für Länder-Beschäftigte – Gehälter steigen in drei Stufen

Nach intensiven Verhandlungen gibt es nun Klarheit für Hunderttausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich mit den Arbeitgebern auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Wie die Gewerkschaft am Samstag mitteilte, erhalten die Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent. Die Anpassung erfolgt schrittweise in drei Etappen über eine Laufzeit von 27 Monaten.

Auch Nachwuchskräfte profitieren von der Einigung und bekommen insgesamt 150 Euro mehr. Darüber hinaus werden die Arbeitsbedingungen im Osten an die Regelungen im Westen angeglichen. Betroffen sind dabei unter anderem der Kündigungsschutz sowie die Arbeitszeiten an den Universitätskliniken in Rostock, Greifswald und Jena.

„Am Ende steht ein Ergebnis auf dem Niveau des Tarifvertrages für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen aus dem vorigen Jahr“, erklärte Verdi-Chef Frank Werneke. Damit hielten die Länderbeschäftigten Anschluss an das Lohnniveau ihrer Kolleginnen und Kollegen, betonte er.

Der neue Tarifvertrag gilt für rund 925.000 Tarifbeschäftigte in allen Bundesländern – mit Ausnahme von Hessen, wo weiterhin eigene Tarifverhandlungen laufen. Die erste Gehaltserhöhung in Höhe von 2,8 Prozent tritt nach Angaben von Verdi zum 1. April 2026 in Kraft. Es folgt eine weitere Steigerung um 2,0 Prozent ab dem 1. März 2027 sowie ein dritter Schritt von 1,0 Prozent ab dem 1. Januar 2028. Zusätzlich werden die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtdienste angehoben.

Auch studentische Beschäftigte an Hochschulen sollen von Verbesserungen profitieren: Ihre Mindeststundenentgelte steigen ab dem Sommersemester 2026 auf 15,20 Euro und ein Jahr später auf 15,90 Euro. Ein eigenständiger Tarifvertrag für diese Gruppe wurde jedoch abgelehnt.

Für zusätzliche finanzielle Vorteile sorgt zudem die sogenannte „Hamburg-Zulage“: Rund 10.000 Beschäftigte in der Hansestadt erhalten dadurch höhere Zulagen von bis zu 115 Euro. +++ red.

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