Eine Auswertung einer Elternbefragung der Universität Gießen legt aus Sicht der Kita-Landeselternvertretung deutlichen Reformbedarf bei der Betreuung von Kleinkindern in Hessen offen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass es weiterhin erhebliche Probleme bei der Bedarfsdeckung gebe, teilte die Landeselternvertretung mit. Dabei gehe es nicht allein um fehlende Betreuungsplätze.
Nach Angaben der Elternvertretung weisen viele Kindertageseinrichtungen unzureichende Öffnungszeiten auf. Zudem seien die bestehenden Buchungsmodelle häufig wenig flexibel. Diese strukturellen Defizite wirkten sich unmittelbar auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus, heißt es in der Stellungnahme. Eltern stünden dadurch vor organisatorischen Herausforderungen, die sich mit den Anforderungen des Arbeitsalltags nur schwer vereinbaren ließen.
Grundlage der Auswertung ist eine Online-Befragung, die die Universität Gießen zwischen Juni und Juli 2024 durchgeführt hat. Rund 20.000 Eltern nahmen daran teil. Die hohe Beteiligung verleiht den Ergebnissen nach Einschätzung der Landeselternvertretung besonderes Gewicht. Sie sieht in der Studie einen klaren Hinweis darauf, dass bestehende Angebote in der frühkindlichen Betreuung den tatsächlichen Bedürfnissen vieler Familien nicht ausreichend entsprechen.
Die Landeselternvertretung fordert vor diesem Hintergrund Verbesserungen in der Betreuung von Kleinkindern und verweist darauf, dass die aktuellen Rahmenbedingungen für viele Eltern eine spürbare Belastung darstellen. Die Studie mache deutlich, dass Reformen notwendig seien, um die Betreuungssituation nachhaltig zu verbessern und Familien im Alltag zu entlasten. +++ adm










