Die Pläne der SPD, auf Mieteinnahmen künftig Krankenkassen- und Pflegebeiträge zu erheben, sorgen für heftige Diskussionen – und könnten nach Einschätzung des Eigentümerverbands Haus & Grund deutliche Folgen für Mieter haben.
Wie die Zeitung Bild unter Berufung auf mehrere Berechnungen des Verbands berichtet, könnte die Umsetzung der Pläne Mietsteigerungen von bis zu 15 Prozent nach sich ziehen. Hintergrund sei, dass viele Vermieter die zusätzlichen finanziellen Belastungen nicht selbst tragen könnten und diese daher an ihre Mieter weitergeben müssten.
Haus-&-Grund-Präsident Kai Warnecke erklärte gegenüber der Zeitung, die meisten privaten Vermieter erzielten lediglich eine marginale Rendite von rund zwei Prozent. „Davon lassen sich Beitragsaufschläge in Höhe von 15 Prozent nicht bezahlen“, sagte er. Wer Mieten mit zusätzlichen Abgaben belaste, verteuere zwangsläufig das Wohnen – „das ist einfache Mathematik“, so Warnecke.
Widerspruch kommt jedoch aus der Politik. Der baupolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Hendrik Bollmann, wies die Warnungen vor steigenden Mieten zurück. Er betonte gegenüber der „Bild“, man werde die „Grundlagen schaffen, dass bei entsprechenden Konzepten keine zusätzlichen Belastungen auf die Mietenden abgewälzt werden dürfen“. Mieterschutz habe für die SPD „oberste Priorität“. +++ red.











