Stichwahl in Lauterbach: Prominente Unterstützung und ein faires Duell auf dem Berliner Platz

Poseck lat2

Mit leichter Verspätung, aber sichtbar entschlossen, traf Hessens Innenminister Roman Poseck am Mittag auf dem Berliner Platz in Lauterbach ein. Gegen 12 Uhr erreichte er das politische Zentrum der Kreisstadt, um CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Marx im Endspurt zur Stichwahl am 29. März den Rücken zu stärken.

Der Anlass ist ein denkbar knapper: Im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag verpasste Marx mit 49,94 Prozent der Stimmen den direkten Sieg – exakt neun Stimmen fehlten. Sein Herausforderer, der parteilose Bewerber Daniel Schmidt, kam auf 34,03 Prozent. Nun sind die Bürgerinnen und Bürger erneut gefragt. Die Entscheidung ist vertagt, die Spannung geblieben.

Der Berliner Platz wurde an diesem Tag zur politischen Bühne – und zum Symbol eines Wettbewerbs, der sichtbar fair geführt wird. Nur wenige Meter voneinander entfernt suchten beide Kandidaten das Gespräch mit den Menschen: Marx am Strumpfbrunnen, Schmidt vor dem Löwen-Denkmal. Zwei Infostände, zwei Lager – und doch ein respektvoller Umgang.

Als Poseck eintraf, zeigte sich genau das: Daniel Schmidt trat an den CDU-Stand heran, begrüßte den Innenminister mit einigen Worten. Poseck reagierte freundlich, ließ jedoch keinen Zweifel daran, weshalb er gekommen war. Seine Unterstützung gilt Holger Marx.

Am Infostand der CDU fand der Minister klare Worte – und einen persönlichen Ton. Er sei gern wieder nach Lauterbach gekommen, sagte Poseck, eine Stadt, die für ihn im Vogelsbergkreis eine besondere Bedeutung habe. Gerade erst habe er das Landratsamt besucht. Nun gehe es darum, die Menschen erneut zur Wahl zu bewegen. Eine hohe Wahlbeteiligung sei entscheidend, damit auch die Stichwahl die nötige Ernsthaftigkeit erfahre.

Es gehe, so Poseck, um nicht weniger als die Zukunft der Kreisstadt. Und er ließ keinen Zweifel daran, wen er für geeignet hält: Holger Marx sei fest in Lauterbach verwurzelt, kenne die Stadt „wie seine Westentasche“ – geprägt durch seine langjährige Arbeit als Stadtverordneter und seine fünf Jahre als Stadtrat. Alles Voraussetzungen, die ihn für das Amt qualifizierten.

Auch inhaltlich setzte der Innenminister Akzente. Er begrüßte ausdrücklich die Pläne von Marx, das sogenannte Kompass-Programm in Lauterbach umzusetzen – ein Sicherheitskonzept, das Kommunen helfen soll, ihre Strukturen gezielt weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für lokale Herausforderungen zu finden. Bestehendes werde überprüft, Maßnahmen konkretisiert – mit dem Ziel, die Sicherheit vor Ort nachhaltig zu stärken.

Poseck zeigte sich überzeugt, dass Marx „erfolgreich über die Ziellinie gehen“ werde. Zugleich verwies er auf die lange Amtszeit des bisherigen Bürgermeisters und stellte die Wahl in einen größeren Zusammenhang: Es gehe darum, die Stabilität und den erfolgreichen Kurs der Stadt fortzusetzen.

Holger Marx selbst reagierte sichtlich erfreut über die prominente Unterstützung. Es sei ein starkes Zeichen, dass der Innenminister erneut persönlich nach Lauterbach komme. Die Rückendeckung sei wichtig – und motivierend.

In den folgenden Minuten mischten sich beide Politiker unter die Besucherinnen und Besucher, führten Gespräche, hörten zu, warben. Politik zum Anfassen, mitten auf dem Platz.

Gegen 13 Uhr war der Besuch bereits wieder vorbei. Roman Poseck verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zum nächsten Termin. Zurück blieb ein Wahlkampf, der in seine entscheidende Phase geht – und eine Stadt, die in wenigen Tagen erneut entscheiden wird. +++

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Banner 1 336 m

336 11pt

336 11pt