Der Unionsfraktionschef Jens Spahn hat deutliche Kritik am Umgang mit der Alternative für Deutschland in Kreisen der US-Regierung geäußert und zugleich scharfe Worte für Donald Trump gefunden. Der CDU-Politiker sieht in den aktuellen Entwicklungen eine problematische Aufwertung der Partei – und fordert zugleich Besonnenheit im Umgang mit den Vereinigten Staaten.
„Es ist ärgerlich, dass die AfD in Washington ein akzeptierter Gesprächspartner ist“, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Weite Teile der Partei bezeichnete er als politisch klar ausgerichtet: Sie seien „Putins Truppen“, für China unterwegs und hätten nicht die Stärkung des transatlantischen Bündnisses im Sinn. Diese Entwicklung sei aus seiner Sicht eine „völlig unnötige, ärgerliche Aufwertung dieser Partei“. Die Union werde das nicht hinnehmen, stellte der Politiker der Christlich Demokratische Union Deutschlands klar.
Deutlich verärgert zeigte sich Spahn auch über Äußerungen des US-Präsidenten. „Viele Äußerungen und Entscheidungen des US-Präsidenten sind ärgerlich und inakzeptabel“, sagte er. Als Beispiel nannte Spahn höhnische Aussagen Trumps über deutsche Soldaten im Afghanistaneinsatz.
Trotz seiner scharfen Kritik warnte Spahn zugleich vor einer Eskalation im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten. Er könne das Gefühl gut nachvollziehen, „dass man Donald Trump mal so richtig die Meinung sagen“ wolle. Es bringe jedoch nichts, öffentlich zu eskalieren. „Wir sind nicht ohnmächtig gegenüber den USA, wir müssen klar kommunizieren, aber besonnen“, mahnte er.
Zugleich betonte der Unionsfraktionschef die zentrale Bedeutung der Vereinigte Staaten für Deutschland. Die USA seien der wichtigste Verbündete außerhalb Europas, erklärte Spahn. „Unsere Sicherheit hängt an Amerika.“ +++ red.











