Innenstadt1

Rund 9,9 Millionen Euro für nachhaltige Stadtentwicklung in Nord- und Mittelhessen

Bauminister Kaweh Mansoori hat in Alsfeld, Bad Arolsen und Bebra Förderbescheide aus den Städtebauförderungsprogrammen „Lebendige Zentren“, „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie „Sozialer Zusammenhalt“ überreicht. Mit insgesamt rund 9,9 Millionen Euro unterstützen das Land Hessen und der Bund Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung in Nord- und Mittelhessen.

„Die Stärkung unserer Innenstädte ist gleichzeitig eine Stärkung unserer regionalen Wirtschaft und unseres sozialen Miteinanders. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit unterschiedlichen Förderprogrammen dazu beitragen können, unsere Ortszentren lebendig zu halten“, betonte Mansoori. Die inhaltlichen Schwerpunkte in den geförderten Kommunen seien dabei unterschiedlich. In Bebra liege der Fokus besonders auf der sozialen Quartiersentwicklung, während in Alsfeld der Erhalt der historischen Innenstadt sowie die Stärkung als lebendiger Ort des Wohnens, Arbeitens und Miteinanders im Mittelpunkt stünden. In Bad Arolsen habe vor allem die Frei- und Grünflächengestaltung im Fokus gestanden, wodurch die Aufenthalts- und Lebensqualität vor Ort nachhaltig verbessert worden sei. Mansoori wünschte allen drei Standorten viel Erfolg für die weiteren städtebaulichen Projekte.

Die Stadt Alsfeld erhält Fördermittel in Höhe von 3 Millionen Euro aus dem Programm „Lebendige Zentren“, in dem sie seit 2016 unterstützt wird. In diesem Zeitraum konnten bereits zahlreiche öffentliche und private Maßnahmen gefördert werden. Die aktuellen Mittel sollen Investitionen in die Sanierung und den Anbau des Minnigerodehauses, des Hochzeithauses sowie des historischen Rathauses ermöglichen. Bei der Übergabe der Förderbescheide erklärte Mansoori, Alsfeld stehe in besonderer Weise für das, was historische Städte und Ortskerne in Hessen ausmache: ein reiches baukulturelles Erbe, gewachsene Strukturen und eine starke Identität. Dieses Erbe sei weit mehr als eine Kulisse, präge das Lebensgefühl, schaffe Heimat und verbinde Generationen.

Bad Arolsen erhält Fördermittel in Höhe von 3,1 Millionen Euro für das Fördergebiet „Kernstadt Bad Arolsen“ aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Der Bescheid umfasst auch Mittel aus dem Hessischen Klimakontingent für die Umgestaltung des Kurparks. Zugleich handelt es sich um den letzten Bescheid, da die Förderperiode endet. Mansoori würdigte aus diesem Anlass die vorbildlichen städtebaulichen Projekte in der Stadt. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung des Thiele-Aue-Rundwegs „Erlebnis am Wasser“, die Umgestaltung des Kurparks, die Sanierung des Rathauses sowie die Entwicklung des Schlossgartens.

Bebra erhält Fördermittel in Höhe von 3,8 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“, in das die Stadt im Jahr 2018 aufgenommen wurde. Ziel des Programms ist es, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. „Durch einen interdisziplinären Ansatz werden bauliche Investitionen der Stadterneuerung gezielt mit sozialen und integrationsfördernden Maßnahmen verbunden“, erklärte Mansoori. Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung dieses Ansatzes sei das Familien- und Quartierszentrum am Göttinger Bogen mit integrierter Kindertagesstätte. Dort würden zahlreiche Aktivitäten gebündelt und vernetzt und ein Ort gelebter Demokratie geschaffen. Die diesjährigen Fördermittel sollen vor allem diesem Leuchtturmprojekt der Kommune zugutekommen.

Die Städtebauförderungsprogramme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ gelten als zentrale Instrumente der nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie unterscheiden sich in ihren jeweiligen Schwerpunkten. Während das Programm „Lebendige Zentren“ auf die Entwicklung attraktiver und identitätsstiftender Stadt- und Ortsteilzentren für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur abzielt, unterstützt „Sozialer Zusammenhalt“ insbesondere Kommunen bei der Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Gebiete. Ziel ist es, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt zu erhöhen und Integration sowie Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ richtet sich an Städte und Gemeinden, die vom wirtschaftlichen und demografischen Wandel betroffen sind und erhebliche städtebauliche Funktionsverluste und Strukturveränderungen bewältigen müssen. +++ adm

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Banner 1 336 m

Banner 2 336 l

Banner 1 336 m