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Rosenmontag 2026 in Osthessen: Polizei zieht Bilanz

Osthessen im Ausnahmezustand – und das ganz im Zeichen der Fastnacht! Tausende Närrinnen und Narren strömten am Rosenmontag auf die Straßen, feierten ausgelassen, jubelten den bunten Umzügen zu und genossen das stabile Wetter. Mittendrin: die osthessische Polizei, die gemeinsam mit Kräften des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz den ganzen Tag über für Sicherheit sorgte. Das Fazit: ein weitgehend friedlicher Rosenmontag voller guter Stimmung.

Besonders in Fulda erreichte das närrische Treiben seinen Höhepunkt. Rund 50.000 Menschen säumten ab 13.33 Uhr die Straßen der Innenstadt, um den größten Umzug Hessens zu erleben, so die Polizei. Mit 255 Zugnummern und etwa 4.000 Aktiven zog der bunte Lindwurm durch die Stadt. Nach rund drei Stunden hatten alle Gruppen die Strecke absolviert, doch aufgrund notwendiger Verkehrsmaßnahmen kam es im Innenstadtbereich noch länger zu Einschränkungen im Straßenverkehr.

Aus polizeilicher Sicht verlief der Umzug ohne besondere Vorkommnisse. Die Einsatzkräfte standen den Besucherinnen und Besuchern jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung, lediglich vereinzelt mussten sie einschreiten – meist wegen übermäßigen Alkoholkonsums. Insgesamt blieb die Veranstaltung störungsarm und war geprägt von ausgelassener, fröhlicher Stimmung.

Auch in zahlreichen weiteren Orten der Region wurde der Rosenmontag kräftig gefeiert. In Fulda-Bernhards verfolgten etwa 3.000 Zuschauer einen Umzug mit rund 200 Aktiven, während in Fulda-Oberrode rund 100 Besucher den närrischen Zug mit ebenfalls 200 Teilnehmenden begleiteten. In Künzell-Dietershausen säumten etwa 800 Zuschauer die Strecke, im Hosenfelder Kernort feierten rund 1.500 Menschen bei einem Umzug mit 300 Aktiven. Im Ortsteil Blankenau beteiligten sich 200 Aktive, begleitet von 300 Zuschauern.

In Kleinlüder kamen 300 Besucher mit rund 340 aktiv Teilnehmenden zusammen, während in Niederkalbach etwa 150 Personen aktiv am Umzug teilnahmen, begleitet von rund 1.500 Zuschauern. Besonders groß war der Andrang in Eichenzell-Büchenberg, wo etwa 5.000 Menschen den Umzug mit rund 300 Aktiven verfolgten.

Weitere Veranstaltungen fanden in Flieden-Schweben mit rund 200 Gästen und 20 Aktiven sowie in Flieden-Rückers mit etwa 800 Feiernden und 150 Aktiven statt. In Hünfeld lockte ein Umzug mit rund 1.000 Teilnehmenden etwa 5.000 Zuschauer an, während in Eiterfeld 800 aktive Närrinnen und Narren vor 3.500 Zuschauern feierten. In Rasdorf-Grüsselbach beteiligten sich etwa 1.000 Teilnehmende bei rund 800 Besuchern.

Auch in der Rhön wurde kräftig Fastnacht gefeiert: In Hilders kamen etwa 1.000 Besucherinnen und Besucher zusammen, in Gersfeld rund 600 und in Hofbieber-Wiesen sowie Kleinsassen jeweils etwa 150 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Im Landkreis Vogelsberg standen ebenfalls große Veranstaltungen auf dem Programm. Der Umzug in Herbstein zog wie in den Vorjahren viele Menschen an und begeisterte rund 2.500 Gäste bei 500 aktiv Teilnehmenden. In Hörgenau feierten rund 800 Besucherinnen und Besucher den Rosenmontag, gestaltet von etwa 300 Aktiven.

Die Polizei Osthessen zieht insgesamt eine positive Bilanz des diesjährigen Rosenmontags. Die Zusammenarbeit mit Bundespolizei, Rettungsdiensten und Veranstaltern verlief routiniert und reibungslos. Größere Zwischenfälle blieben aus, die Region blieb überwiegend ruhig. Auch die Verkehrskontrollen zeigten: Die meisten Verkehrsteilnehmer handelten verantwortungsvoll und verzichteten auf Alkohol.

Die Einsatzkräfte dankten allen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für ihr rücksichtsvolles Verhalten – und damit für einen fröhlichen, sicheren Rosenmontag in Osthessen. +++

2 Kommentare

  • Nur rund 50.000 Besucher beim Rosenmontagszug in Fulda – das sollte zu denken geben. Viele Menschen haben inzwischen den Eindruck, dass die Fastnacht gezielt von einzelnen Medien und politischen Akteuren instrumentalisiert wurde. Statt Tradition, Gemeinschaft und Freude standen plötzlich Debatten, Zuspitzungen und öffentliche Konflikte im Mittelpunkt.

    Die Fastnacht sollte verbinden – nicht als Bühne für Interessen oder politische Botschaften missbraucht werden. Wenn dadurch die Stimmung leidet und sich Menschen bewusst fernhalten, ist das ein klares Signal.

    Wer Traditionen ständig für eigene Zwecke nutzt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn Vertrauen verloren geht und die Begeisterung der Menschen nachlässt. Mein Eindruck: Die Menschen bleiben im Dorf.

  • Wenn am Rosenmontag eines als verlässlich galt, dann waren es die angekündigten 70.000 Besucher beim Zug in Fulda. Doch was ist passiert? Wo sind die fehlenden 20.000 geblieben? Wird diese Differenz der in der Region als sehr parteilastig empfundenen Berichterstattung zugeschrieben und wachen die „Föllsche“ am Ende doch noch auf?

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