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Milliardenplus durch Freihandel: EU und Indien vor historischem Wirtschaftsdeal

Das geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien könnte zu deutlichen Wohlfahrtsgewinnen führen und beiden Seiten einen kräftigen wirtschaftlichen Schub verleihen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Demnach würde das Bruttoinlandsprodukt sowohl der EU als auch Indiens dauerhaft um 0,12 bis 0,13 Prozent pro Jahr höher ausfallen als ohne das Abkommen.

Für die Europäische Union entspräche das einem Plus von rund 22 Milliarden Euro an zusätzlicher Wirtschaftsleistung. Auch Indien könnte deutlich profitieren: Dort würde die Wirtschaftsleistung laut Studie um 4,2 Milliarden US-Dollar steigen. Besonders stark wären die Effekte im Handel selbst. Im Rahmen des Freihandelsabkommens würden die indischen Exporte in die EU um 41 Prozent zulegen, während die EU-Exporte nach Indien sogar um 65 Prozent ansteigen würden.

Innerhalb der EU gäbe es klare Gewinner. Vor allem der Chemie-Sektor würde massiv von dem Abkommen profitieren. Die Exporte dieser Branche würden nach Berechnungen des Kiel-Instituts um 205 Prozent steigen. Auch der Maschinenbau könnte deutlich zulegen, hier wird ein Exportplus von 56 Prozent erwartet. Die Elektronikbranche käme demnach auf ein Wachstum von 153 Prozent, die Kunststoffindustrie sogar auf 169 Prozent.

Politisch nimmt das Vorhaben derzeit weiter Fahrt auf. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hält sich aktuell in Indien auf. Sie will in dieser Woche die Verhandlungen über den Freihandelsdeal mit Indien abschließen. Damit könnte der Weg für eines der bedeutendsten Handelsabkommen der EU geebnet werden. +++

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