Merz veröffentlicht eigene Weihnachtsansprache

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Foto: fdi-Mediendienst

Ungewöhnlicher Auftritt zur stillen Zeit: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine eigene Weihnachtsansprache veröffentlicht. Das ist bemerkenswert, denn traditionell richtet sich an Weihnachten der Bundespräsident an die Bevölkerung, während dem Kanzler die Neujahrsansprache vorbehalten ist.

In einem Video, das die CDU an Heiligabend über ihre Kanäle verbreitete, wendet sich Merz zunächst mit den Worten „liebe Freundinnen und Freunde der CDU“ an die Parteibasis. Doch schnell wird deutlich: Merz spricht nicht nur als Parteivorsitzender, sondern als Regierungschef. Die Verantwortung der von ihm geführten Bundesregierung gehe „weit über Deutschland hinaus“, betont der Kanzler. In den kommenden Monaten gehe es um Freiheit, Frieden, Sicherheit und Wohlstand „unseres ganzen Kontinents“. In dieser Frage fühle er sich ganz Europa verpflichtet.

Deutlich wird Merz auch gegenüber den eigenen Reihen. An die CDU-Mitglieder gerichtet räumt er ein, dass die Koalition mit der SPD seiner Partei einiges „zugemutet“ habe. „Es gab Diskussionen und nicht alles verlief völlig reibungslos“, sagt Merz. Zugleich mahnt er Geduld an: „Wir brauchen Geduld und einen langen Atem.“

Zwischendurch schaltet der Kanzler wieder klar in den Regierungsmodus. Merz dankt ausdrücklich all jenen Menschen, die auch an Weihnachten arbeiten müssen – etwa bei der Feuerwehr, in der Gesundheitsversorgung, bei der Polizei sowie den „Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr“.

Der knapp vier Minuten lange Videoclip gilt als inhaltlicher Vorgeschmack auf die offizielle Neujahrsansprache des Bundeskanzlers. Diese wurde bereits am vergangenen Freitag aufgezeichnet – und damit deutlich früher als in den vergangenen Jahren üblich. +++

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