Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar reagiert die Deutsche Bahn mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zum Schutz ihrer Beschäftigten. Ziel sei es, die Sicherheit der Mitarbeitenden im direkten Kundenkontakt deutlich zu erhöhen, kündigte Bahn-Chefin Evelyn Palla am Freitag an.
Noch im Jahr 2026 sollen alle Beschäftigten im Kundenkontakt – nicht nur im Regionalverkehr, sondern auch im Fernverkehr sowie an Bahnhöfen – mit Bodycams ausgestattet werden. Dabei prüft das Unternehmen gemeinsam mit den zuständigen Stellen auch den Einsatz von Tonaufnahmen. Diese könnten sowohl zur Aufklärung von Vorfällen als auch zur Prävention beitragen, betonte Palla.
Darüber hinaus plant das Unternehmen, 200 zusätzliche Sicherheitskräfte einzustellen. Parallel soll überprüft werden, ob deren Ausrüstung weiter verbessert werden kann. Für Mitarbeitende im Kundenbetrieb ist außerdem die Einführung eines Notfallknopfs vorgesehen, über den in Gefahrensituationen schnell Hilfe angefordert werden kann.
Eine weitere Änderung betrifft die Ticketkontrollen bei DB Regio: Ab dem 1. März wird die bislang verpflichtende Ausweiskontrolle aufgehoben. Hintergrund sei die Erfahrung, dass gerade diese Kontrollen ein hohes Eskalationspotenzial bergen. Künftig soll es im Ermessen der kontrollierenden Mitarbeitenden liegen, ob sie zusätzlich zum Ticket einen Ausweis verlangen oder nicht.
Mit den Maßnahmen reagiert die Bahn auf die wachsenden Sicherheitsanforderungen im Kundenkontakt und will ihre Beschäftigten besser vor Übergriffen schützen. +++ red.











