Es war ein bitterkalter Samstag – und die Straßen wurden zur tödlichen Rutschbahn! In Nordhessen starb ein 38-jähriger Mann bei Korbach nach einem schweren Glätte-Unfall, eine 53-jährige Frau wurde dabei schwer verletzt. Auf einer eisglatten Kreisstraße verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal in das Auto der Frau. Für den 38-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort. Die Kreisstraße blieb nach dem tödlichen Crash stundenlang voll gesperrt, Rettungskräfte und Polizei waren im Dauereinsatz.
Doch der Schrecken dieses Samstags endete nicht am Morgen. Am Abend krachte es erneut – diesmal in Osthessen. Ein 31-jähriger Mann verlor bei Eichenzell auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Audi A5. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam der Wagen von der Straße ab und prallte mit voller Wucht gegen die Schlossmauer von Schloss Fasanerie sowie ein Zufahrtstor. Der Schaden ist erheblich: Mindestens 20.000 Euro Sachschaden entstanden bei dem Aufprall auf das historische Bauwerk.
Dieser dramatische Samstag war jedoch nur ein Teil einer bundesweiten Glätte-Welle, die Deutschland weiter fest im eisigen Griff hält. Meteorologen und Polizeibehörden melden zahlreiche wetterbedingte Verkehrsunfälle durch Schnee, Eis und Glatteis – und das zeitgleich in mehreren Bundesländern. Allein im Norden registrierte Schleswig-Holstein über 40 Glätteunfälle. Rutschige Landstraßen, vereiste Auffahrten und spiegelglatte Fahrbahnen wurden dort zur Gefahr, in mehreren Fällen wurden Menschen verletzt.
Auch in Niedersachsen spitzte sich die Lage dramatisch zu. Im Raum Lüneburg zählten die Beamten am selben Wochenende rund 55 wetterbedingte Verkehrsunfälle. Darunter waren mehrere schwere Unfälle auf den Autobahnen A1 und A7, bei denen es zu teils schweren Verletzungen kam. Zwischen Donnerstagabend und Samstagmorgen sorgten Schneefall und Glätte in der Region Osnabrück allein für etwa 70 Unfälle, hinzu kamen zahlreiche weitere Crashs in Hannover, Oldenburg und Wilhelmshaven. Mehrere Straßen waren zeitweise blockiert.
In anderen Teilen der Republik blieb es ebenfalls nicht ruhig. In Bayern meldete die Polizei mindestens 54 witterungsbedingte Einsätze allein in Unterfranken, viele davon ausgelöst durch Schnee und Eis auf den Fahrbahnen. Bereits bei früheren Glätte-Lagen kam es in Niedersachsen bei einem einzigen Wetterereignis zu mehr als 140 Einsätzen mit etwa 70 Verkehrsunfällen, überwiegend verursacht durch eisglatte Straßen.
Diese winterliche Unfallflut zeigt einen besorgniserregenden Trend: Laut Versicherungsstatistik ereigneten sich allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 4.500 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Schnee oder Glätte ursächlich oder mitursächlich waren. Eine Zahl, die die enorme Gefahr durch winterliche Straßenverhältnisse deutlich macht.
Von Hamburg über Niedersachsen bis nach Bayern und Sachsen kämpften Hunderttausende Autofahrer mit spiegelglatten Straßen. Rettungskräfte arbeiteten vielerorts unter Hochdruck, um Verletzte zu versorgen und Unfallstellen abzusichern. In Mecklenburg-Vorpommern meldeten die Behörden allein in einer Nacht mehrere Dutzend Glätteunfälle, auch dort wurden Menschen leicht verletzt.
Dieser Winter zeigt gnadenlos: Glatteis ist keine Kleinigkeit. Es ist ein massiver Risikofaktor für schwere Verkehrsunfälle – von Blechschäden über Schwerverletzte bis hin zu Todesopfern. Polizei und Deutscher Wetterdienst warnen eindringlich vor der unsichtbaren Gefahr auf den Straßen: Nur angepasste Geschwindigkeit, Vorsicht und Aufmerksamkeit können auf eisglatter Fahrbahn Leben retten. +++ adm









