Maduro plädiert auf nicht schuldig – nächste Anhörung im März

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Das von US-Präsident Donald Trump veröffentlichte Foto von Maduro nach der Festnahme.

Mit ernsten Worten und klarer Haltung trat Nicolás Maduro zu seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht in New York auf. Der ehemalige venezolanische Präsident plädierte auf nicht schuldig und erklärte vor Gericht, er sei ein „anständiger Mann“ und weiterhin der rechtmäßige Präsident seines Landes. An seiner Seite stand seine Frau Cilia Flores, die ebenfalls auf nicht schuldig plädierte und ihre „komplette Unschuld“ beteuerte.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Laut dem US-Justizministerium wird Maduro unter anderem der Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus beschuldigt. Zudem geht es um Verschwörung zum Kokainimport, den Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern sowie um Verschwörung zum Besitz eben dieser Waffen. Auch seine Ehefrau ist Teil des Verfahrens.

Richter Alvin Hellerstein nutzte die Anhörung, um Maduro und Flores über ihr Recht zu informieren, mit konsularischen Vertretern zu sprechen. Maduro erklärte, dass er dieses Recht in Anspruch nehmen wolle. Sein Anwalt Barry Pollack sagte vor Gericht, dass derzeit keine Freilassung auf Kaution beantragt werde, dies jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in Erwägung gezogen werden könne.

Während der Anhörung fand Maduro deutliche Worte für seine Festnahme. Er bezeichnete seine Gefangennahme in Caracas durch US-Kräfte als rechtswidrige „militärische Entführung“. Der Verteidiger von Cilia Flores ergänzte, dass diese bei ihrer Festnahme Prellungen an den Rippen erlitten habe und medizinische Versorgung benötige.

Das juristische Tauziehen ist damit längst nicht beendet. Die nächste Anhörung in dem aufsehenerregenden Verfahren ist für den 17. März angesetzt. +++

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