Die hessische CDU-Politikerin Ines Claus, die sich für das Amt der stellvertretenden Bundesvorsitzenden bewirbt, fordert ihre Partei mit deutlichen Worten auf, Frauen das Engagement im Ortsverein spürbar zu erleichtern.
„Eines ist klar: Wir brauchen mehr Frauen in den Parlamenten“, sagte Claus der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der wirksamste Weg dorthin führe über starke Wahlkreiskandidatinnen, die vor Ort überzeugten und direkt gewählt würden. Als ersten konkreten Schritt nannte sie digital übertragene Abend-Sitzungen, die insbesondere Frauen mit Kindern das politische Engagement erleichtern sollen.
Claus zeigte sich überzeugt, dass mehr Frauen auch den Erfolg der Partei stärken würden. „Mehr Frauen in der CDU verbessern auch unsere Wahlergebnisse“, betonte sie. Die Sichtbarkeit von Frauen spiele eine zentrale Rolle, zugleich mache eine Volkspartei bessere Politik, wenn die Hälfte der Gesellschaft mit am Tisch sitze. Allein über Listen lasse sich jedoch nicht erreichen, dass mehr Frauen für die Christlich Demokratische Union Deutschlands im Parlament vertreten seien.
Neben ihrem Einsatz für mehr weibliche Beteiligung sprach sich Claus auch für eine engere Verbindung der Partei mit den Kirchen aus. „Das C steht nicht umsonst in CDU“, erklärte sie und unterstrich damit die Bedeutung der christlichen Wurzeln der Partei.
Beim Parteitag der CDU in der kommenden Woche in Stuttgart will die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen zu einer von sechs Stellvertretern des Parteivorsitzenden und Bundeskanzlers Friedrich Merz gewählt werden. Bislang gibt es keine Gegenkandidaten. +++ red.











