Die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin warnt eindringlich vor dem Erwerb von Mischlingen aus Hund und Wolf. Immer wieder würden sich Tierliebhaber für sogenannte Wolfshybriden entscheiden – häufig in der falschen Annahme, die Tiere verhielten sich wie domestizierte Hunde, teilte Martin am Montag mit. Diese Erwartung sei jedoch grundlegend falsch.
Tatsächlich seien Wolfshybriden deutlich scheuer, ängstlicher und territorialer als Hunde. Hinzu komme ein ausgeprägter Jagdtrieb, der schnell zur Gefahr werden könne – sowohl für andere Tiere als auch für Menschen. Dennoch floriert der Handel mit den Welpen. Oft würden sie im Ausland verkauft, der Handel sei ein einträgliches Geschäft, erklärte Martin. Begleitet würden die Tiere dabei nicht selten von dubiosen oder unklaren Papieren.
Die Haltung von Wolfshybriden in Privathand führe regelmäßig zu einer massiven Überforderung der Halter. Die Folge seien tierschutzwidrige Zustände, an deren Ende häufig die Abgabe oder sogar die behördliche Wegnahme der Tiere stehe. Nach solchen Fällen meldeten sich laut Martin nicht selten obskure Interessenten, die die Tiere weiter zur Zucht nutzen wollten, da sich mit Hybridwelpen viel Geld verdienen lasse.
Auch für die Behörden sei das Einschreiten schwierig. Die Wegnahme der Tiere sei mit großen Herausforderungen verbunden, da für Wolfshybriden passgenaue und dauerhafte Unterbringungsmöglichkeiten notwendig seien. Diese müssten hohen Sicherheitsstandards genügen und erforderten zudem umfangreiches Fachwissen. Martin dankte in diesem Zusammenhang Tierheimen, Behörden und Tierschützern für ihre Unterstützung.
Rechtlich gelten Wolfshybriden der ersten vier Generationen in Deutschland als Wildtiere. Für sie besteht ein strenges Haltungs- und Zuchtverbot. +++ adm











