Der Klinikneubau am Seilerweg in Bad Hersfeld sorgt derzeit für staunende Gesichter – und das nicht ohne Grund. Wer das Gelände betritt, spürt sofort: Hier entsteht etwas Großes. Beim jüngsten Rundgang über die Baustelle verschafften sich Geschäftsführer Sebastian Mock, Kaufmännischer Direktor und Prokurist Sascha Sandow, Projektsteuerer Ole Barkowski, Bauleiter David Fichtner und Architektin Christina Knöpfel einen Eindruck vom aktuellen Stand der Dinge – und zeigten sich sichtbar beeindruckt vom Tempo und der Präzision, mit der hier gearbeitet wird.
„Der Neubau ist ein zentrales Zukunftsprojekt für die medizinische Versorgung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit hier gearbeitet wird“, betonte Mock – und seine Worte hallten zwischen den wachsenden Betonwänden nach.
Eine Baustelle der Superlative
Dass hier kein kleines Vorhaben umgesetzt wird, zeigen die Zahlen, die vor Ort präsentiert wurden. Rund 52.000 Kubikmeter Erde wurden bisher bewegt – eine Menge, die man sich bildlich kaum vorstellen kann. Dazu kommen 23.000 Kubikmeter Beton und 4.500 Tonnen Bewehrungsstahl, die bereits in den Rohbau geflossen sind. Etwa 60 Arbeiter sind täglich im Einsatz, und das bereits seit rund zwölf Monaten.
Geschoss für Geschoss wächst die neue Klinik seit dem vergangenen Winter empor. Alles läuft nach Plan – sowohl zeitlich als auch finanziell. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welche Leistung alle Beteiligten hier erbringen“, erklärt Sascha Sandow stolz. Trotz der schwierigen Lage auf dem Baumarkt könne man sich auf die Partnerfirmen verlassen: „Wir liegen im Plan – das ist auch der guten Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen zu verdanken.“
Ein Klinikstandort, der Maßstäbe setzen soll
Mit dem Neubau entsteht eines der bedeutendsten Klinikprojekte in ganz Hessen. Finanziert wird das Mammutvorhaben gemeinsam von Bund, Land und Landkreis – ein klares Zeichen, wie wichtig der neue Gesundheitsstandort für die Region ist.
Hier werden künftig die Akutangebote der bisherigen Standorte gebündelt. Was bedeutet das konkret? Ein großes Notfallzentrum mit moderner ZNA, interventionelle Zentren, ein hochmoderner OP-Bereich mit mehreren Sälen, eine interdisziplinäre Intensivstation sowie zusätzliche Pflegestationen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz wird integriert. Am Ende sollen rund 630 Betten bereitstehen – damit entwickelt sich das Klinikum Hersfeld-Rotenburg zu einem zentralen Gesundheitsmotor für Ost- und Mittelhessen.
Der Blick in die Zukunft: Ab 2027 soll der Betrieb laufen
Wenn alles weiter so rund läuft wie bisher, wird der Neubau Ende 2026 fertiggestellt. Anfang 2027 sollen die Abnahmen von Gebäude und Technik beginnen – und auch der Einbau der hochmodernen Medizintechnik ist dann vorgesehen. Damit könnte der große Umzug der Klinikbereiche ebenfalls 2027 stattfinden.
Mock bringt es auf den Punkt: „Mit jedem Monat wird sichtbarer, was dieses Projekt für die Region bedeutet: kürzere Wege, gebündelte Kompetenzen und moderne Strukturen für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter.“ Und er ergänzt: „Wir planen ein Haus, das funktional wie energetisch überzeugt und zugleich eine freundliche, klare Architektur bietet – ein Ort, an dem sich Patienten gut aufgehoben fühlen können und Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen vorfinden.“
Ein Versprechen, das – betrachtet man den aktuellen Baufortschritt – schon heute Gestalt annimmt. +++









