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Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Foto: fdi-Mediendienst

Klingbeil drückt aufs Tempo: Neue Initiative für Europas Kapitalmarktunion geplant

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Europas Kapitalmärkte stärken und kündigt eine neue Initiative zur Kapitalmarktunion an. Man werde „auf europäischer und nationaler Ebene jetzt Tempo mit ersten wichtigen Schritten“ machen, sagte Klingbeil dem „Handelsblatt“. Die Bundesregierung arbeite „mit Hochdruck an zehn Punkten, um die Kapitalmarktunion voranzutreiben“.

Angesichts globaler Umbrüche setzt der Vizekanzler nach eigenen Worten auf ein souveränes und wettbewerbsfähiges Europa. „Starke Kapitalmärkte sind der Schlüssel dazu“, betonte Klingbeil. Ziel sei es insbesondere, jungen und innovativen Unternehmen eine Perspektive in Europa zu bieten, damit sie hier bleiben und den Gang an die Börse auf dem Kontinent wagen.

Zu den geplanten Maßnahmen zählt dem Bericht zufolge unter anderem eine einheitliche EU-weite Unternehmensrechtsform für Start-ups und Wachstumsfirmen. Zudem soll das Insolvenzrecht innerhalb der Europäischen Union stärker harmonisiert und die Finanzmarktregulierung vereinfacht werden. Auch eine europäische Initiative gemeinsam mit institutionellen Anlegern ist geplant, um innovative Unternehmen in ihrer Wachstumsphase gezielt zu finanzieren.

Um seine Pläne politisch voranzutreiben, setzt Klingbeil auf das sogenannte E6-Format mit Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien. Ein zentrales Ziel sei es, bei der Kapitalmarktunion „entschieden voranzugehen und eine neue politische Dynamik zu entfachen“. +++ adm

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