Die übergroße Mehrheit der Kinder und Jugendlichen legt großen Wert auf korrekte Rechtschreibung. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Nachhilfeanbieters Studienkreis, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. Demnach antworteten 85 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen auf die Frage „Wie wichtig ist es dir, nach den Rechtschreibregeln richtig zu schreiben?“ mit „wichtig“ oder „sehr wichtig“.
Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mädchen stuften Rechtschreibung deutlich seltener als „nicht wichtig“ ein als Jungen. Während nur 8 Prozent der Mädchen angaben, dass korrekte Rechtschreibung für sie keine Bedeutung habe, lag dieser Anteil bei den Jungen bei 19 Prozent. Auch der Schulform kommt eine große Rolle zu: Gymnasialkinder hielten Rechtschreibung zu 48 Prozent für „sehr wichtig“, lediglich 8 Prozent von ihnen bezeichneten sie als „nicht wichtig“.
Gefragt nach den Gründen für korrektes Schreiben nannten 84 Prozent der Befragten gute Noten in der Schule. Fast die Hälfte, nämlich 45 Prozent, gab an, richtig schreiben zu wollen, „damit andere mich ernst nehmen“. Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass Mädchen aus guter Rechtschreibung häufiger ein besseres Selbstwertgefühl ziehen. 39 Prozent von ihnen gaben an, korrekt zu schreiben, „damit ich mich gut fühle“. Jungen hingegen empfinden Rechtschreibung öfter als „nervig und unnötig“, das sagten 10 Prozent. Besonders bei Gymnasialkindern spielt auch die Anerkennung durch andere eine große Rolle: 56 Prozent von ihnen verbinden fehlerfreies Schreiben damit, ernst genommen zu werden.
Auch Fehler bei anderen bleiben nicht unbeachtet. Auf die Frage „Stören dich Schreibfehler bei anderen, zum Beispiel in Chats oder bei Influencerinnen oder Influencern?“ antworteten 54 Prozent der befragten Kinder mit „Ja, total“ oder „Ja, etwas“. Dabei zeigt sich: Je älter die Kinder sind, desto eher stören sie sich an Rechtschreibfehlern.
Trotz Autokorrektur, Diktierfunktionen und künstlicher Intelligenz geht die große Mehrheit davon aus, dass korrektes Schreiben auch in Zukunft wichtig bleiben wird. Auf die Frage, ob Rechtschreibung trotz dieser technischen Hilfen weiterhin Bedeutung habe, antworteten 79 Prozent mit „Ja, auf jeden Fall“ oder „Ja, etwas“. Die Zustimmung ist bei Gymnasialkindern am stärksten. Zudem sind Mädchen mit 82 Prozent etwas überzeugter als Jungen, bei denen der Wert bei 75 Prozent liegt.
Auch für die berufliche Zukunft messen viele Kinder und Jugendliche der Rechtschreibung eine große Bedeutung bei. 86 Prozent glauben, dass sie durch korrekte Rechtschreibung später bessere Chancen im Beruf oder in der Ausbildung haben. Bei Mädchen sowie bei Gymnasialkindern liegt dieser Anteil sogar bei 89 beziehungsweise 90 Prozent. Allerdings zeigt sich auch: Je jünger die Kinder sind, desto unklarer ist für sie der Zusammenhang mit der späteren Karriere, weshalb sie häufiger mit „weiß nicht“ antworten.
Die Umfrage wurde vom Nachhilfeanbieter Studienkreis in Auftrag gegeben und von der Marktforschungsagentur „KB&B Family Facts“ durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.011 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16 Jahren im Dezember 2025. +++ adm










