Die hessische Landesregierung will die Feuerwehren im Land fit für die Zukunft machen – mit weniger Bürokratie und besserer Ausstattung. Das machte Innenminister Roman Poseck am Mittwoch in der Landtagsdebatte deutlich. Anlass war ein Entschließungsantrag der CDU- und SPD-Fraktionen. Poseck betonte, dass Hessen im Brand- und Katastrophenschutz bereits hervorragend aufgestellt sei, nicht zuletzt dank rund 70.000 ehrenamtlicher Einsatzkräfte in den Freiwilligen Feuerwehren, die das Rückgrat des Systems bilden.
Der Innenminister verwies auf massive Investitionen in den vergangenen Jahren. Seit 2008 seien mehr als 100 Millionen Euro in den Katastrophenschutz geflossen. Die Zahl der Landesfahrzeuge habe sich in diesem Zeitraum von 278 auf über 900 mehr als verdreifacht. Auch im Brandschutz habe das Land kräftig investiert: In den vergangenen zehn Jahren seien rund 200 Millionen Euro für Fahrzeuge und Bauvorhaben bereitgestellt worden. Für das Jahr 2026 rechne man mit einer Bewilligungsquote von nahezu 100 Prozent, so Poseck.
Neben Geld und Technik setzt die Landesregierung vor allem auf Entlastung im Alltag der Feuerwehren. Zu den konkreten Maßnahmen zählt laut Innenministerium die Abschaffung der bislang vorgeschriebenen jährlichen Fahrtenbücher für Katastrophenschutzfahrzeuge. Zudem sollen Farbvorgaben für Einsatzbekleidung gelockert werden. Ein weiterer Baustein ist ein Leitfaden für sogenannte „Musterfeuerwehrhäuser“, der Kommunen bei Planung und Bau unterstützen soll. Auch das Antragsverfahren für Fördermittel soll künftig digitalisiert werden, um Zeit und Aufwand zu sparen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ausbildung und Nachwuchsgewinnung. Hier sieht Poseck positive Entwicklungen: Die Jugendfeuerwehren verzeichneten steigende Mitgliederzahlen. Gleichzeitig sprach sich der Innenminister dafür aus, Einsatzkräfte besser zu schützen. Er unterstützte Pläne, den Strafrahmen für Angriffe auf Feuerwehrleute und andere Helfer zu erhöhen.
Mit dem Maßnahmenpaket will die Landesregierung die Feuerwehren langfristig stärken und den hohen Einsatz der Ehrenamtlichen anerkennen. Ziel ist es, Strukturen zu modernisieren, Belastungen zu reduzieren und den Brand- und Katastrophenschutz in Hessen dauerhaft leistungsfähig zu halten. +++ adm











