Mit dem Beginn der Osterferien sind am Freitag rund 695.000 Schülerinnen und Schüler in Hessen in eine schulfreie Zeit gestartet. Bis zum 12. April bleiben die Klassenzimmer leer. Für viele Familien bedeutet das zugleich den Start in den Osterurlaub – und der dürfte auf den Straßen alles andere als entspannt beginnen, schreibt fuldainfo.de
Nach Einschätzung des ADAC Hessen-Thüringen ist zum Ferienauftakt mit starkem Reiseverkehr zu rechnen. Nicht nur in Hessen, sondern auch in neun weiteren Bundesländern beginnen am Wochenende die Ferien, was die Situation auf den Autobahnen zusätzlich verschärft. Geduld und eine gute Planung werden für Autofahrer damit zur wichtigsten Voraussetzung.
Besonders kritisch sieht Verkehrsexperte Wolfgang Herda die Zeitfenster rund um den klassischen Feierabendverkehr: Vor allem am Donnerstagnachmittag, am Freitag sowie am Samstagvormittag sei mit dichtem Verkehr und Verzögerungen zu rechnen. Wer flexibel sei, sollte seine Reise möglichst vorziehen oder auf die Tage nach dem Wochenende ausweichen. Zudem empfiehlt der ADAC, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Auch die Vorbereitung auf längere Fahrten spielt eine Rolle. Ausreichend Verpflegung und Beschäftigungsmöglichkeiten – insbesondere für Kinder – können helfen, Stausituationen entspannter zu überstehen.
Eng wird es vor allem auf den großen Verkehrsachsen. Betroffen sind insbesondere die Autobahnen A3, A5 und A7, die traditionell zu den wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen zählen. Zusätzliche Belastung entsteht durch zahlreiche Baustellen: Rund 785 gibt es derzeit bundesweit. In Hessen gelten unter anderem Abschnitte der A7 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und Würzburg sowie der A45 zwischen Gießen und Olpe als besonders staugefährdet.
Im Rhein-Main-Gebiet sorgt zudem eine Sperrung für zusätzliche Verkehrsprobleme. Die A671 ist im Bereich der Hochheimer Mainbrücke seit dem 20. März bis Ende April nicht befahrbar. Verkehrsteilnehmer müssen daher auf umliegende Strecken ausweichen, was insbesondere den Mainzer Ring und das Wiesbadener Kreuz stärker belastet.
Ein Blick auf das vergangene Jahr zeigt, dass das Osterwochenende zu den staureichsten Zeiten zählt. Vor allem nachmittags und abends kam es zu erheblichen Verzögerungen. Auch in diesem Jahr rechnet der ADAC mit dem höchsten Verkehrsaufkommen am Gründonnerstag. Während es am Ostersonntag vergleichsweise ruhig bleiben dürfte, wird am Ostermontag vor allem auf den Rückreiserouten erneut mit dichtem Verkehr gerechnet.
Zu den besonders staugefährdeten Strecken zählen neben dem Großraum Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet auch die Verbindungen Frankfurt–Limburg (A3), Frankfurt–Kassel (A5), Kirchheimer Dreieck–Hattenbacher Dreieck (A7), Aschaffenburg–Gießen (A45), Frankfurt–Wiesbaden (A66) sowie die A671 zwischen Wiesbaden und Rüsselsheim.
Unabhängig von der Route gilt: Wer in einen Stau gerät, muss frühzeitig eine Rettungsgasse bilden. Ist der Verkehr erst vollständig zum Stillstand gekommen, lässt sich oft kein Platz mehr schaffen – mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Einsatzkräfte und Betroffene. +++ red.









