Mit einer Förderung von rund 25,6 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen den Bau und Betrieb einer innovativen Phosphorrückgewinnungsanlage in Darmstadt. Umweltstaatssekretär Michael Ruhl überreichte dem Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) eine Zuwendung in Höhe von 25.656.000 Euro für ein Projekt, das nach Angaben des Umweltministeriums einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung, zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Düngemittelproduktion leisten soll. „Wir unterstützen hier ein Projekt, das ökologische Verantwortung und technologische Innovation verbindet“, sagte Ruhl bei der Übergabe in Darmstadt. Die Rückgewinnung von Phosphor sei ein zentraler Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und damit ein Pfeiler der Volkswirtschaft.
In der geplanten Anlage soll Phosphor aus kommunalen Klärschlämmen aus der Region, insbesondere aus Südhessen, zurückgewonnen werden. Dabei entsteht eine phosphorhaltige Asche, die als Ausgangsstoff für die Herstellung eines Düngemittels genutzt werden soll. Der gewonnene Phosphor kann so erneut in den Stoffkreislauf eingebracht und für landwirtschaftliche Zwecke verfügbar gemacht werden.
Phosphor gilt als essenzieller, zugleich jedoch nur begrenzt verfügbarer Rohstoff. Durch die Rückgewinnung aus sekundären Quellen wird nicht nur die Abhängigkeit von importierten Primärrohstoffen reduziert, sondern zugleich ein Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz geleistet. Das Projekt entspricht damit den Zielen einer nachhaltigen Rohstoffstrategie sowie den gesetzlichen Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung.
Die geförderte Anlage in Darmstadt setzt auf moderne Verfahrenstechnologie und ermöglicht eine hochwertige Weiterverwertung der anfallenden Asche. Das daraus hergestellte Düngemittel erfüllt die Voraussetzungen für eine ressourceneffiziente und umweltverträgliche Nutzung in der Landwirtschaft. Zusätzliche Vorteile ergeben sich durch die Einbindung der Phosphorrückgewinnungsanlage in die Peripherie des Müllheizkraftwerks, wodurch erhebliche Synergien genutzt werden können.
Die Umsetzung des Projekts ist bereits in vollem Gange. Mit der für den Sommer 2028 geplanten Inbetriebnahme der Anlage soll ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen Nutzung wertvoller Nährstoffe erreicht werden. +++










