Hausärzte machen Druck für Zuckersteuer: Süßes soll teurer werden!

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Jetzt kommt Rückenwind aus den Arztpraxen! Die Hausärzte in Deutschland unterstützen die Forderung nach der Einführung einer Zuckersteuer und machen deutlich, warum sie diesen Schritt für dringend notwendig halten. Die Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, begrüßte das Vorhaben ausdrücklich. Gegenüber der „Rheinischen Post“ sagte sie: „Leider werden stark zuckerhaltige Produkte häufig viel zu günstig angeboten und finden deshalb ihren Weg in den Einkaufswagen.“

Genau hier soll eine Zuckersteuer ansetzen. Nach den Worten von Buhlinger-Göpfarth würde sie ein deutliches Signal senden – nicht nur an die Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch an die Hersteller. Ziel sei es, den Zuckergehalt in Lebensmitteln spürbar zu reduzieren. „Eine Zuckersteuer würde hier ein klares Signal in Richtung der Konsumenten, aber auch der Herstellenden setzen, den Zuckergehalt zu reduzieren“, erklärte die Verbandsvorsitzende.

Der Blick ins europäische Ausland zeigt aus ihrer Sicht, dass der Weg funktionieren kann. Länder wie England oder Spanien hätten entsprechende Steuern bereits eingeführt – „mit gutem Erfolg“, so Buhlinger-Göpfarth. Gleichzeitig machte sie unmissverständlich klar, was mit den Einnahmen passieren müsse. „Die Steuereinnahmen, die über eine Zuckersteuer generiert werden, müssen auf jeden Fall wieder dem Gesundheitssystem zufließen – am besten in Präventionsmaßnahmen – und dürfen keinesfalls in den allgemeinen Steuereinnahmen versanden“, forderte sie.

Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch die Politik. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte zuvor angekündigt, eine Gesetzesinitiative zur Einführung einer bundesweiten Zuckersteuer auf den Weg bringen zu wollen. Damit bekommt die Debatte um süße Lebensmittel und ihre Folgen für die Gesundheit neuen Zündstoff. +++ adm

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