Kein Jubel, keine Tore, viel Einsatz: Das Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV ist am Freitagabend im ausverkauften Millerntor-Stadion torlos 0:0 zu Ende gegangen. Am 19. Spieltag der Bundesliga lieferten sich beide Rivalen eine von Beginn an intensive, aber über weite Strecken chancenarme Partie, in der sich die Teams gegenseitig neutralisierten.
Der HSV hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr Ballbesitz, biss sich jedoch an der kompakt stehenden Defensive der Kiezkicker die Zähne aus. Klare Torchancen blieben Mangelware. Auch St. Pauli fand offensiv kaum Mittel, um gefährlich vor das Tor zu kommen. So spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab – viel Kampf, wenig Ertrag.
Nach dem Seitenwechsel kam etwas mehr Leben in das Derby. St. Pauli trat mutiger auf und suchte häufiger den Abschluss. Arkadiusz Pyrka prüfte HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes mit einem Distanzschuss, wenig später zwang Danel Sinani den Torhüter mit einem Volley zur nächsten Parade. Doch Fernandes blieb jeweils sicher und hielt seinen Kasten sauber.
Auf der anderen Seite wurde der HSV vor allem nach Standards gefährlich. Nach ruhenden Bällen kam unter anderem Luka Vuskovic per Kopf zum Abschluss, doch auch hier fehlte die letzte Konsequenz, um den Ball im Netz unterzubringen. Trotz zahlreicher Wechsel auf beiden Seiten und einer intensiven Schlussphase gelang keinem Team der entscheidende Treffer.
Am Ende stand ein leistungsgerechtes 0:0, das zwar die Derby-Emotionen bot, aber ohne Tore auskam. Ein Punkt für beide – und ein Hamburger Stadtderby, das vor allem vom Kampf lebte, nicht von den Highlights. +++ adm










