Ein dramatischer Großeinsatz erschütterte am Dienstagmittag den Vogelsberg: In Antrifttal-Ruhlkirchen wurde gegen 13.20 Uhr ein Brand mit dem alarmierenden Stichwort „Brandeinsatz F3Y – Brand in Sondergebäuden, Menschen in Gefahr“ gemeldet. Schon bei der Alarmierung war klar, dass die Lage ernst ist – als mögliche Ursache galt die Explosion eines Gastanks an einem Fahrzeug. Zudem war zunächst ungewiss, ob sich noch Menschen in dem betroffenen Gebäude befanden.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein bedrohliches Bild: Die Scheune stand in Vollbrand. „Es gab mehrere Explosionen“, schilderte Gemeindebrandinspektor Sören Beyer die Situation vor Ort. Die Wucht der Explosionen hatte das Scheunentor bereits zerstört, der Dachstuhl brannte lichterloh.
Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass sich keine Personen in dem Gebäude aufhielten. Dennoch blieb die Lage hochgefährlich. Mit einer sogenannten Riegelstellung gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus zu verhindern. Auch eine benachbarte Garage musste gezielt abgeschirmt werden, um weiteren Schaden abzuwenden.
Aufgrund der anhaltenden Explosionsgefahr verzichteten die Einsatzkräfte auf einen Innenangriff. Stattdessen wurde der Brand über die Drehleiter der Feuerwehr Alsfeld von oben bekämpft. Die Scheune ist inzwischen einsturzgefährdet, weshalb ein Sachverständiger des Technischen Hilfswerks hinzugezogen wurde, um die Lage zu beurteilen.
Noch längere Zeit werden die Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten vor Ort beschäftigt sein, erklärte Beyer weiter. Insgesamt waren 53 Feuerwehrkräfte aus allen Wehren der Gemeinde Antrifttal sowie aus Alsfeld im Einsatz, außerdem unterstützte die Polizei die Maßnahmen. Gemeindebrandinspektor Beyer sprach seinen Kameradinnen und Kameraden ein „großes Lob“ aus: Trotz der Mittagszeit waren sie mit starker Besetzung vor Ort und konnten Schlimmeres verhindern. +++ adm















