Friedenslicht aus Betlehem erhellt Fulda – Pfadfinder senden starkes Zeichen für Frieden und Hoffnung

Fulda erlebte einen bewegenden Moment voller Symbolik, Emotionen und Hoffnung: Am 3. Advent, Sonntag, dem 14. Dezember 2025, um 13.30 Uhr wurde im vollbesetzten Fuldaer Dom erneut das „Friedenslicht aus Betlehem“ ausgesandt. In einer großen ökumenischen Feier trugen die Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Fulda gemeinsam mit dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck das Licht weiter – unter dem diesjährigen Motto: „Ein Funke Mut!“

Die ökumenische Aussendungsfeier war hochkarätig besetzt: Neben Vertretern von Diakonie und Caritas, aus verschiedenen Religionen und Konfessionen, nahm auch Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld teil. Gemeinsam erhielten sie das Friedenslicht als Erste – und gaben es in der besinnlichen, Mut machenden Atmosphäre des Domes feierlich an Pfadfinder, Gläubige und Interessierte weiter. Ein starkes Zeichen der Gemeinschaft mitten in einer Zeit voller Herausforderungen.

Organisiert und vorbereitet wurde die Feier erneut von der ökumenischen Friedenslicht-AG von DPSG und VCP. Durch den Gottesdienst führten DPSG-Diözesankurat Patrick Jestädt und der evangelische Pfarrer Jörg Scheer von der Christuskirche – ein eingespieltes Team, das zeigt: Ökumene ist hier keine Floskel, sondern wird seit Jahren selbstverständlich und von Herzen gelebt.

Auch musikalisch setzte die Feier neue Akzente: Erstmals gestalteten Simone Möhring aus dem evangelischen Kirchenkreis und Pfarrer Fabian Vogt von der midi Zukunftswerkstatt der evangelischen Kirche gemeinsam mit Bezirkskantor Tobias Wirth an der Orgel den musikalischen Rahmen – stimmungsvoll, modern und tiefgehend.

Ein besonderer Moment war der Bericht des Friedenslicht-Trägers 2025 Fabian Stork von der DPSG, Stamm Wächtersbach. Er erzählte von seiner Reise zur zentralen Aussendung nach Linz in Österreich – und von den erneuten Abenteuern mit der Deutschen Bahn. Denn trotz Genehmigungen und über 25 Jahren Praxis bleibt der Transport einer offenen Flamme im Zug eine echte Herausforderung. Doch viel wichtiger war seine Botschaft aus den internationalen Begegnungen der Pfadfinder: „Frieden braucht Freunde!“ – ein Satz, der im Dom nachhallte.

Das Motto „Ein Funke Mut!“ griffen Jestädt und Scheer in einer eindrucksvollen Aktion auf. Beim Betreten des Doms hatten alle Besucher einen kleinen Stein erhalten – als Symbol für Belastungen, Sorgen und Situationen, die den Mut nehmen. Patrick Jestädt erklärte, wer schon einmal gepilgert sei, kenne die Tradition, einen Stein von zuhause mitzunehmen und ihn an einem Kreuz abzulegen. Dieses Ablegen stehe dafür, alles Belastende Gott zu übergeben, um wieder aufrecht gehen zu können. Und so erhoben sich alle Anwesenden, traten nach vorne und legten ihre Steine am Friedenslicht ab. Aus einem Symbol der Last wurde ein Zeichen von Mut, Kraft und Gemeinschaft – niemand ist allein. Genau daraus kann er entstehen: Ein Funke Mut!

Die Kollekte der Feier geht in diesem Jahr an zwei Organisationen in Bolivien und Südafrika – Länder, zu denen die Pfadfinder persönliche Bezüge und sogar Partnerschaften pflegen.

Nach der Aussendungsfeier folgte der traditionelle Pfadfinder-Abschlusskreis vor dem Dom. Spontan wurde die Bühne gleich auch für ein anschließendes Gospelkonzert und eine Probe genutzt. Beim gemeinsamen Singen von „Nehmt Abschied Brüder“ und „Allzeit bereit – Gut Pfad“ war auch Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld begeistert mit dabei. Danach luden die Pfadfinder alle in den Dechaneigarten ein – zu einem Heißgetränk am Schwedenfeuer, warm fürs Herz und gegen die Kälte.

Jetzt ist das Friedenslicht aus Betlehem unterwegs: Pfadfinder und weitere Gläubige bringen es per Zug auf verschiedenen Bahnstrecken und in zahlreichen Aktionen in Gemeinden, Orte und Einrichtungen. Bis Heiligabend soll es möglichst viele Menschen erreichen – Mut schenken, Zuversicht geben, Licht in die Dunkelheit bringen und Hoffnung verbreiten. Und vielleicht springt er ja über, dieser Funke Mut, der dazu ermutigt, selbst etwas für den Frieden zu tun – im Miteinander und im Füreinander. +++

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