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Freitag, der 13.: Unglückstag oder nur ein Mythos?

Freitag, der 13., gilt für viele Menschen als echter Unglückstag. Seit Jahrhunderten hält sich der Aberglaube, dessen Ursprung im Christentum liegt. Für zahlreiche Menschen steht das Datum für Pech, Pannen und besonders viele Unglücke. Doch ein Blick auf die Unfallstatistiken der vergangenen Jahre zeichnet ein ganz anderes Bild: Statistisch gesehen passieren an diesem Tag nicht mehr Unfälle als an anderen Freitagen.

„Wer zu Aberglaube neigt, kann zumindest im Straßenverkehr entspannt bleiben“, erklärt Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen. „Das Unfallrisiko ist an einem Freitag, dem 13. nicht höher, als an anderen Tagen im Jahr.“ Die Zahlen sprechen also eine klare Sprache: Der vermeintliche Unglückstag ist im Verkehrsgeschehen keineswegs gefährlicher als jeder andere Tag.

Ganz so einfach ist es dennoch nicht immer. Fällt der Freitag, der 13., in die verkehrsreichen Sommermonate, kann die Zahl der Unfälle auch einmal überdurchschnittlich hoch sein. Doch der Grund dafür liegt nicht im Datum selbst, sondern in der höheren Verkehrsdichte auf den Straßen. Außerhalb dieser Monate bewegt sich die Unfallrate meist im Durchschnitt oder sogar darunter. So gab es im Jahr 2024 bundesweit an Freitagen durchschnittlich 653 Unfälle. Am 13. September wurden 732 Unfälle registriert, während es am 13. Dezember lediglich 611 waren. Die Schwankungen nach oben oder unten hängen vor allem mit dem jeweiligen Verkehrsaufkommen zusammen.

Generell gilt: Freitag ist ohnehin der Wochentag mit dem höchsten Unfallgeschehen. Wochenendpendler und Reisende sorgen regelmäßig für volle Straßen und damit für ein erhöhtes Risiko. Entscheidend ist also weniger das Datum als vielmehr der verkehrsreiche Wochentag selbst.

Ob Freitag, der 13., oder ein ganz gewöhnlicher Tag im Kalender – für Autofahrer bleibt die wichtigste Regel unverändert. Eine vorausschauende und umsichtige Fahrweise sollte jederzeit selbstverständlich sein. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann dem vermeintlichen Unglückstag gelassen entgegensehen. +++ red.

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