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Franziska Brantner warnt vor US-Abhängigkeit: Scharfe Kritik an Heizungsplänen der Regierung

Franziska Brantner hat der schwarz-roten Bundesregierung scharfe Kritik an der geplanten Reform des Heizungsgesetzes vorgeworfen und dabei vor einer wachsenden energiepolitischen Abhängigkeit von den USA gewarnt. In einem Interview mit der Rheinische Post erklärte die Grünen-Chefin, die Pläne der Regierung könnten Deutschland stärker von möglichen Gaslieferungen aus den Vereinigten Staaten abhängig machen.

Mit Blick auf Donald Trump sagte Brantner, dieser könne „morgen schon auf die Idee kommen“, Deutschland kein Flüssigerdgas (LNG) mehr zu liefern. Dass sich Deutschland durch die Reform in eine neue Abhängigkeit von den USA begebe, bezeichnete sie als „verrückt“.

Stattdessen sprach sich die Grünen-Politikerin für einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien aus. Die benötigte Energie könne Deutschland durch mehr Wind- und Solarenergie, zusätzliche Speicher sowie optimierte Stromnetze selbst erzeugen. Zugleich kritisierte Brantner die energiepolitischen Pläne der Koalition als Belastung für Verbraucher. Die Regierung verteuere mit ihrem Fokus auf Gas das Heizen, argumentierte sie. Biogas sei bereits heute teuer, da es nur begrenzt verfügbar sei, und werde künftig nicht günstiger.

Neben der Energiepolitik griff Brantner auch die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung insgesamt an. Sie zeigte sich überrascht darüber, dass die Regierung unter dem angeblich wirtschaftsfreundlichen Bundeskanzler Friedrich Merz aus ihrer Sicht wirtschaftsfeindlich handle. Die Regierung verfüge über erhebliche finanzielle Mittel, setze diese jedoch zu einem großen Teil für Maßnahmen ein, die keine zusätzlichen Investitionen darstellten, und gehe notwendige Reformen nicht an. Dies sei unverantwortlich und schade der deutschen Wirtschaft. +++ red.

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