Frank-Walter Steinmeier wird 70 – Lob für Dialog, Ausgleich und Haltung

Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier wird am 5. Januar 70 Jahre alt. Zu diesem Anlass erhält der Bundespräsident Anerkennung aus Politik und Kirche – verbunden mit deutlichen Worten zur Bedeutung seiner Rolle in politisch und gesellschaftlich angespannten Zeiten.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein gratulierte Steinmeier in Wiesbaden zum runden Geburtstag. Der Regierungschef würdigte den Bundespräsidenten als einen Politiker, der für Ausgleich, Verlässlichkeit und Menschlichkeit stehe. Steinmeier habe in all seinen Ämtern stets den Dialog gesucht, über Parteigrenzen hinweg und mit dem Ziel, das Verbindende in der Gesellschaft zu stärken. Rhein betonte, Steinmeier verstehe es, den Menschen zuzuhören, ihre Sorgen ernst zu nehmen und ihnen zugleich Mut zu machen. Gerade in einer Zeit, in der politische Debatten häufig scharf geführt würden, erinnere der Bundespräsident daran, dass Respekt und Verantwortung die Grundwerte des demokratischen Miteinanders seien. Rhein wünschte Steinmeier Gesundheit, Kraft und weiterhin viel Erfolg bei seiner Aufgabe, das Land als Bundespräsident zusammenzuhalten.

Auch aus der katholischen Kirche kommt Anerkennung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, gratulierte Steinmeier im Namen der katholischen Kirche in Deutschland. In einem Brief bezeichnete er den Bundespräsidenten als unverzichtbare Stimme in teilweise aufgeregten und nervösen Zeiten, insbesondere im politischen und gesellschaftlichen Kontext. Mit klaren Positionen, mutigen Visionen und differenzierten Analysen sei Steinmeier ein Ruhepol, auf den man gerne und mit hoher Anerkennung blicke.

Bätzing schrieb, Steinmeier tue der Bundesrepublik Deutschland und ihren Bürgerinnen und Bürgern gut. Sein Wort werde national wie international geschätzt. Besonders hob der Bischof die besonnene Art des Bundespräsidenten hervor sowie dessen Ermutigung, die Hoffnung nicht zu verlieren, etwa in der Weihnachtsansprache des vergangenen Jahres. Diese seien starke Zeugnisse, die das Land brauche. Wörtlich dankte Bätzing Steinmeier dafür, dass dessen Stimme in einer Zeit unverzichtbar sei, in der dumpfe Parolen auf den Straßen die Demokratiefähigkeit Deutschlands hart auf die Probe stellten. Zugleich würdigte er die stete und wohlwollende Begleitung der Arbeit der katholischen Kirche durch den Bundespräsidenten, etwa durch dessen Präsenz bei Katholikentagen oder bei den Trauerfeierlichkeiten für Papst Franziskus.

Bätzing dankte Steinmeier zudem dafür, dass er viele Möglichkeiten nutze, um sich ein Bild von der Arbeit der Kirche zu machen, insbesondere im Ehrenamt und im caritativen Bereich. Gleichzeitig versicherte er dem Bundespräsidenten, dass die Kirche auch weiterhin ein verlässlicher Partner sein werde, dem ebenso am gesellschaftlichen Zusammenhalt gelegen sei wie am Kampf gegen jede Form des Antisemitismus. Nahezu täglich zeige sich, wie notwendig der Dialog der Religionen in Deutschland sei, so Bätzing. Ein solcher Dialog könne und müsse sich positiv auf das gegenseitige Verständnis in der Gesellschaft auswirken. +++ adm

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