Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Fulda sind am Samstag, den 14. März 2026, zur Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Fulda im Gemeindezentrum in Hofbieber zusammengekommen. Die jährliche Zusammenkunft stand ganz im Zeichen des Rückblicks auf das Berichtsjahr 2025, wichtiger organisatorischer Entscheidungen sowie der Würdigung langjährigen Engagements im Feuerwehrwesen.
Schon zu Beginn wurde deutlich, dass die Versammlung nicht nur ein formaler Pflichttermin ist, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft. Der Verbandsvorsitzende Patrick Weber begrüßte zahlreiche Delegierte sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehrführung. In einer gemeinsamen Totenehrung erinnerten die Anwesenden an verstorbene Kameradinnen und Kameraden – ein Moment der Stille, der die enge Verbundenheit innerhalb der Feuerwehr unterstrich.
Im anschließenden Bericht zeichnete Weber ein umfassendes Bild der Verbandsarbeit im Jahr 2025. Dabei zeigte sich, wie breit die Aufgaben des Kreisfeuerwehrverbandes aufgestellt sind. Neben der klassischen Interessenvertretung der Feuerwehren im Landkreis geht es längst auch um Nachwuchsförderung, kulturelle Aktivitäten wie die Feuerwehrmusik und die Stärkung des Austauschs zwischen den einzelnen Wehren.
Ein zentrales Thema war die Entwicklung der Jugendfeuerwehren – und hier konnte Weber erfreuliche Zahlen präsentieren. In 138 Jugendfeuerwehren engagieren sich derzeit fast 1.900 Mädchen und Jungen. Viele von ihnen kommen aus den Kinderfeuerwehren und wechseln später in die Einsatzabteilungen. Für den Verband ist das mehr als nur eine Statistik: Es ist ein Beleg dafür, dass die Zukunft der Feuerwehren im Landkreis gesichert werden kann, wenn das Engagement aufrechterhalten bleibt. „All diese Zahlen und Entwicklungen zeigen, das Feuerwehrwesen im Landkreis Fulda lebt vom Engagement vieler Menschen“, sagte Weber.
Auch aus der Politik gab es Rückendeckung. In ihren Grußworten würdigten sowohl der Landrat des Landkreises Fulda als auch der Bürgermeister der Gemeinde Hofbieber die Arbeit der Feuerwehrangehörigen. Sie betonten die Bedeutung des Ehrenamtes für die Sicherheit der Bevölkerung und dankten für den täglichen Einsatz unter oft schwierigen Bedingungen. Ergänzt wurden diese Einschätzungen durch den Bericht des Kreisbrandinspektors, der aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Brandschutz skizzierte.
Wie vielfältig die Arbeit innerhalb des Verbandes ist, zeigte sich in den weiteren Berichten. Vertreter der Kinderfeuerwehren, der Kreisjugendfeuerwehr sowie der Feuerwehrmusik im Landkreis Fulda gaben Einblicke in ihre Aktivitäten. Dabei wurde deutlich, dass Feuerwehr weit mehr ist als Einsatzdienst – sie ist auch Jugendarbeit, kulturelles Engagement und soziale Gemeinschaft.
Ein eher nüchterner, aber nicht minder wichtiger Punkt war der Kassenbericht. Der Kassenwart legte die Zahlen für das Jahr 2025 vor, die Kassenprüfer bescheinigten eine ordnungsgemäße Führung. Die Delegierten folgten dieser Einschätzung und entlasteten den Vorstand. Im Anschluss wurde der Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen – eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit des Verbandes.
Auch personelle Entscheidungen standen auf der Tagesordnung. Im Rahmen von Ergänzungswahlen wurde der Vertreter der Kreisausbilder in seinem Amt bestätigt, zudem wählten die Delegierten einen weiteren Beisitzer. Ebenso bestätigten sie den Kreisjugendfeuerwehrwart sowie den Kreisjugendfeuerwehrausschuss in ihren Funktionen. Damit setzte die Versammlung ein Zeichen für Kontinuität in zentralen Bereichen der Verbandsarbeit.
Ein besonderer Moment folgte zum Ende der Veranstaltung: die Ehrung zweier langjährig engagierter Feuerwehrangehöriger. Steffen Keller und Stephan Heimeroth von der Feuerwehr der Gemeinde Eiterfeld wurden mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Die Auszeichnung steht für besondere Verdienste und langjährige Leistungen im Dienst der Feuerwehr – und machte deutlich, wie sehr das System auf persönlichem Einsatz und Verlässlichkeit beruht.
Die Versammlung in Hofbieber zeigte damit einmal mehr, worauf es im Feuerwehrwesen ankommt: Zusammenarbeit, Engagement und eine funktionierende Nachwuchsarbeit. In einer Zeit wachsender Anforderungen bleibt die enge Vernetzung der Wehren im Landkreis Fulda ein entscheidender Faktor für eine verlässliche Gefahrenabwehr – und für den Zusammenhalt einer besonderen Gemeinschaft. +++ red.










